DIF/DFM
 

Newsletter

11. bis 18. Dezember 2008

     
Trennlinie
         
 

Liebe Leserinnen und Leser,

in der Reihe „Was tut sich – im deutschen Film?“ stellt die Regisseurin Helma Sanders-Brahms am kommenden Sonntag GELIEBTE CLARA (2008) vor, ein persönliches Porträt der großen Komponistin Clara Schumann (Martina Gedeck). Im Anschluß spricht sie mit Marli Feldvoß (epd Film) über den langwierigen Schaffensprozess.

Am kommenden Dienstag, 16. Dezember (ab 20 Uhr) setzen wir die Film- und Gesprächsreihe „Sinn und Suche - Glaube in der Projektion“ fort. REQUIEM (2005) erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die Anfang der 70er Jahre einer Teufelsaustreibung unterzogen wurde. Im Anschluss sprechen Prof. Dr. Joachim Valentin und Dr. Margrit Frölich (Evangelische Akademie Arnoldshain) über das Phänomen des Exorzismus.

Eine der ganz großen Filmschauspielerinnen des 20. Jahrhunderts, Bette Davis, hätte in diesem Jahr ihren 100sten Geburtstag gefeiert. Anlass für uns an sie zu erinnern: Am morgigen Freitag beginnt die Hommage mit dem Melodrama THREE ON A MATCH (1932).

Information & Ticketreservierung unter: 069 - 961 220 220

www.deutschesfilmmuseum.de

 

INHALT

Was tut sich – im deutschen Film?
Frankfurter filmhistorischer Vortrag
Sinn und Suche - Glaube in der Projektion
Hommage an Bette Davis
Kino horizontal: Prostitution im Film
Klassiker & Raritäten
goEast präsentiert
Jim Rakete – 1/8 Sec.
Alles über Rosemarie
Kinderkino & kinderatelier
Neues auf filmportal.de
Kinoprogramm zum Ausdrucken
Museumspädagogik

Newsletter-Abo
Online-Shop

         
blind Trennlinie
     
  GELIEBTE CLARA (2008)   WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM?
Zwölf Jahre hat die Regisseurin Helma Sanders-Brahms an GELIEBTE CLARA (2008) gearbeitet, dem Porträt der großen Komponistin Clara Schumann (Martina Gedeck), die in der öffentlichen Wahrnehmung immer hinter ihrem Ehemann stand. Dabei galt sie als Meisterin des Pianospiels, begann früh zu komponieren und war schon in den Augen ihrer Zeitgenossen eine der großen Virtuosinnen des 19. Jahrhunderts. Der Film betont ihre Fähigkeit und Kraft, sich in der Männerwelt durchzusetzen und gleichzeitig ihre Weiblichkeit zu leben. mehr
       
  Trennlinie
     
  Das Glück (1935)   FRANKFURTER FILMHISTORISCHER VORTRAG: KINO ‘68
Mit der Wiederentdeckung des revolutionären und grotesken Kinos der „Großväter“ in den späten 1960er Jahren endet die Reihe der Frankfurter filmhistorischen Vorträge zum Kino ’68. Der Filmemacher und freie Publizist Thomas Tode konzentriert sich in seinem Vortrag auf einen der großen Funde jener Zeit, den sowjetischen Stummfilm Das Glück (1935) des lange in Vergessenheit geratenen Filmemachers Aleksandr Medvedkin: fantasievoll und satirisch wird darin die Kollektivierung der Landwirtschaft propagiert. mehr
       
  Trennlinie
     
  REQUIEM (2005)   SINN UND SUCHE - GLAUBE IN DER PROJEKTION
Hans-Christian Schmid verfilmte mit REQUIEM (2005) die auf einer wahren Begebenheit beruhende Geschichte einer jungen Frau, die sich besessen glaubte und Anfang der 1970er Jahre in der deutschen Provinz einer katholischen Teufelsaustreibung unterzogen wurde. Sie starb schließlich an Entkräftung. Das Phänomen Exorzismus wird durch die dokumentarisch wirkende Inszenierung und das überragende Spiel von Sandra Hüller eindrucksvoll und überzeugend thematisiert. mehr
       
  Trennlinie
     
  20.000 YEARS IN SING SING

 

 

HOMMAGE AN BETTE DAVIS
Mit THREE ON A MATCH (1932) schuf Regisseur Mervyn LeRoy ein dichtes Melodrama über den Aufstieg der einen und den gleichzeitigen Abstieg einer anderen Frau: Die reiche Anwaltsgattin, ein Showgirl und eine Sekretärin, gespielt von Bette Davis, kennen sich seit der Schulzeit und erneuern nach Jahren ihre Bekanntschaft.Mit 20.000 YEARS IN SING SING (1932) schuf Michael Curtiz durch die packende Darstellung des Lebens hinter Gittern einen klassischen Gefängnisfilm: Bette Davis spielt die Braut eines Gangsters (Spencer Tracy), der im Zuchthaus sitzt. Als sie schwer verletzt wird, darf er sie besuchen, muss aber zunächst sein Ehrenwort geben, zurückzukehren. mehr
       
  Trennlinie
     
  HUSTLER WHITE

WILD SIDE

 

 

KINO HORIZONTAL: PROSTITUTION IM FILM
Mit beeindruckender Leichtigkeit und hohem dramaturgischen Können erzählt Regisseur Yonfan in Bishonen (1998) die Geschichte einer Freundschaft mit schicksalhaften Folgen: ein begehrter Stricher, der niemandes Gefühle erwidert, verliebt sich in einen Polizisten, für den er bereit ist, sich zu ändern.
HUSTLER WHITE (1996) konfrontiert den Zuschauer mit skurrilen, tragikomischen und freizügigen Bildern von Strichern, Kunden und Pornodarstellern: ein Klassiker des Underground-Films mit den Madonna-Video-Modells Tony Ward und Bruce La Bruce in den Hauptrollen.
Sebastien Lifshitzs WILD SIDE (2004) verweist auf den Titel eines Liedes von Lou Reed und handelt von dem Leben dreier Pariser Außenseiter: der Transsexuellen Stéphanie, des Strichers Djamel und dem ausweislosen Russen Michail. „Der beste Film der Berlinale 2004“, wie Le Monde schrieb, wurde mit dem Teddy Award ausgezeichnet.
Der Dokumentarfilm BETWEEN THE LINES – Indiens drittes Geschlecht (2005) von Thomas Wartmann gibt einen raren Einblick in das von Tradition, Religiosität und Sexualität geprägte Leben der Hijras: In beeindruckenden Bildern nähert er sich der Welt indischer Transsexueller und Hermaphroditen. mehr
   
  Trennlinie
     
  CITY LIGHTS (1931)

WAG THE DOG (1997)

 

 

KLASSIKER UND RARITÄTEN
Richard Nixon wird gerade zum Präsidenten gewählt und Starfriseur George (Warren Beatty) versucht seine reichen Gönnerinnen zum Spenden für die Eröffnung eines eigenen Salons zu bewegen: Hal Ashbys Gesellschaftssatire SHAMPOO (1975) entwirft das Panorama einer korrupten und von Promiskuität, Geldgier und Beziehungsarmut geprägten Gesellschaft.
Charles Chaplin arbeitete über zwei Jahre am Drehbuch und der Inszenierung von CITY LIGHTS (1931). Der Stummfilm wurde zum größten Triumph seiner bisherigen Karriere: Ein Tramp verliebt sich in eine blindes Blumenmädchen, das er in dem Glauben lässt, schwerreich zu sein.
Orson Welles Kafka-Verfilmung LE PROCÈS (1962) gilt als eines seiner ambitioniertesten Projekte: Der Angestellte Josef K. wird ohne ersichtlichen Grund angeklagt und gerät in die Mühlen einer undurchschaubaren Justiz. Neben dem Regisseur spielen Anthony Perkins, Jeanne Moreau und Romy Schneider die Hauptrollen.
Was tun, wenn kurz vor der Wahl das Verhältnis des US-Präsidenten zu einer minderjährigen Pfadfinderin auffliegt? Barry Levinsons Politsatire WAG THE DOG (1997) liefert die Antwort: Mit Hilfe des Filmproduzenten Stanley Motss (Dustin Hoffman) wird ein erfundener Krieg in Albanien inszeniert der vom Skandal ablenken soll. mehr
   
  Trennlinie
     
  Armin (2006)   GO EAST PRÄSENTIERT
Armin (2006), die jüngste Produktion des Regisseurs Ognjen Sviličić, gewann bei goEast 2007 den Preis des Auswärtigen Amtes „für künstlerische Originalität, die kulturelle Vielfalt schafft“. Der Geschichte gelingt der Balanceakt zwischen ironischer Distanz und Authentizität: Vater und Sohn machen sich von ihrem Heimatdorf in Bosnien auf den Weg nach Zagreb. Dort soll der vierzehnjährige mit seinem Akkordeon an einem Filmcasting teilnehmen. In einem Hotel der großen Stadt angekommen, sind die beiden zunächst etwas verloren: Nichts scheint so glatt zu laufen wie erwartet. mehr
       
  Trennlinie
     
  JIM RAKETE: 1/8 SEC. SZENEN EINER EHE (1973)   JIM RAKETE: 1/8 SEC. AUGEN/BLICK/PORTRÄTS
...ist eine Hommage an die klassische, analoge Porträtfotografie. Jim Rakete hat die fast schon antiquierte Methode angewandt, um Protagonisten des öffentlichen Lebens in Deutschland einen Augenblick lang inne halten und sich in einer eher ungewohnten Weise festhalten zu lassen. Die außergewöhnlichen Porträts sind nur noch bis zum 4. Januar in unserer Sonderausstellung zu sehen. mehr
Die Bildbände Jim Rakete: 1/8 sec. Vertraute Fremde. Photographien (2007) und Jim Rakete: Photographien 1970-1997 (2000) finden Sie an unserer Museumskasse und in unserem Online-Shop. mehr
       
  Trennlinie
     
  Nadja Tiller   ALLES ÜBER ROSEMARIE
Ludwig Waldleitner gehört zu den wichtigsten Produzenten der deutschen Filmgeschichte. Der internationale Durchbruch gelingt ihm 1958 mit DAS MÄDCHEN ROSEMARIE, hierfür gewinnt er seine wichtigste Auszeichnung, den Golden Globe. Unsere Galerieausstellung zeigt eine Chronik der Entstehung des Films und zeichnet seine spannungsreiche Rezeptionsgeschichte nach. Grundlage für die Ausstellung bildet der umfangreiche Nachlass von Luggi Waldleitner, dessen Firmenarchiv sich seit 1991 in unserem Haus befindet. mehr
Am kommenden Sonntag, 14. Dezember, können Sie den Spuren von Rosemarie Nitribitt durch Frankfurt folgen. Anmeldungen zur Stadtführung unter 069 / 961 220 – 223 oder museumspaedagogik@deutsches-filmmuseum.de
       
  Trennlinie
     
  WINKY WILL EIN PFERD (2005)   KINDERKINO & KINDERATELIER
WINKY WILL EIN PFERD (2005) konzentriert sich auf einen rührenden, zum Glauben an die Macht des Wünschens verleitenden Kindertraum. Winky aus China ist mit ihrer Mutter nach Holland gezogen und kann sich nur schwer an die Fremde gewöhnen. Als sie erfährt, dass Sinterklaas den Kindern jedes Jahr Geschenke bringt bemüht sie sich, Sprache und Traditionen ihres neuen Heimatlandes so schnell wie möglich zu erlernen. mehr Bastelfreudige können Samstag und Sonntag ohne Voranmeldung Trick- und Knetfilme im Kinderatelier drehen (jeweils von 14 bis 18 Uhr). mehr
       
  Trennlinie
     
  filmportal.de   filmportal.de
Das Schicksal und das Wunderbare geben sich diese Woche bei filmportal.de die Klinke in die Hand. Kameramann Jan Fehse zeigt in seinem Regiedebüt am Beispiel sechs Liebe suchender Großstadtmenschen, dass IN JEDER SEKUNDE das Leben eine unglaubliche Wendung nehmen kann. In DREI HASELNÜSSE FÜR ASCHENBRÖDEL, der beliebten DEFA-Verfilmung des Grimmschen Märchens, finden ein einfaches Mädchen und ein Prinz durch Zufall – und ein klein wenig magisches Nachhelfen – zusammen. Unser Schauspieler der Woche schließlich ist Paul Wegener, einer der ganz Großen des frühen deutschen Films, der mit Vorliebe fantastische Stoffe, etwa DER GOLEM, WIE ER IN DIE WELT KAM, realisierte. mehr
       
  Trennlinie
       
     
  Kinotermine im Deutschen Filmmuseum (Telefon 069 / 961 220 220)
   

 

Tagsüber

18 Uhr

20.30 Uhr

22.30 Uhr

11 Do

 

Klassiker & Raritäten
Shampoo (OmU)
Einführung: Felix Fischl

goEast
Armin (OmU)

 

12 Fr

14.30 Uhr: Kinderkino
Winky will ein
Pferd (DF)

Hommage an Bette Davis
Three on a match (OF)

Kino horizontal: Prostitution im Film
Bishonen
 (OmU)

Kino horizontal: Prostitution im Film
Hustler White
(OF)

13 Sa

 

Klassiker & Raritäten
Shampoo (OmU)

Kino horizontal: Prostitution im Film
Wild Side (OmU)

Hommage an Bette Davis
Three on a match (OF)

14 So

16.00 Uhr: Kinderkino
Winky will ein
Pferd (DF)

Hommage an Bette Davis
20.000 Years in Sing Sing (OF)

20.00 Uhr: Was tut sich – im deutschen Film?
Geliebte Clara
Im Anschluss: H. Sanders-Brahms im Gespräch
mit Marli Feldvoß (epd Film)

 

15 Mo

Keine Vorstellung

Keine Vorstellung

Keine Vorstellung

Keine Vorstellung

16 Di

 

Klassiker & Raritäten
City Lights (Dt. ZT., Musik)
Einführung: Prof. Joachim Valentin, Haus am Dom

20.00: Sinn und Suche – Glaube in der Projektion Requiem
Referent: Prof. Dr. Joachim Valentin

 

17 Mi

 

Klassiker & Raritäten
Le Procès (engl. OmU)
Einführung: Beate Dannhorn

Frankfurter filmhistorischer Vortrag: Kino ’68
Das Glück (DF)
Klavierbegleitung: Ulrich Rügner, Vortrag: Thomas Tode

 

18 Do

 

Klassiker & Raritäten
Wag the Dog (OmU)
Einführung: Horst Martin

Kino horizontal: Prostitution im Film
Between the Lines – Indiens drittes Geschlecht (OmU)

 

         
 

Alle Termine und Filmtexte im Dezember finden Sie in unserem gedruckten Programmheft, das im Museum ausliegt und postalisch an Inhaber der Kinocard und Mitglieder unserer Freundeskreise verschickt wird. Wollen auch Sie das Programmheft jeden Monat frei Haus? mehr
Online finden Sie das Programm Dezember (PDF / Flash) sowie die Kinotermine im Tabellarium Dezember zum Ansehen und Ausdrucken.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen ein schönes Wochenende
mit besten Grüßen vom Museumsufer

i.A. Horst Martin