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17. bis 24. September 2009

     
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Liebe Leserinnen und Leser,

am Freitag beginnt unsere Filmreihe Fokus: China zum Ehrengast der Frankfurter Buchmesse mit dem Spielfilm Looking for Jackie (Xunzhao cheng long, 2009). Dazu erwarten wir eine chinesische Delegation und zum anschließenden Filmgespräch den Hauptdarsteller Zhang Yishan. Bis zum 31. Oktober zeigen wir 19 chinesische Spielfilme, vom allerersten erhaltenen aus dem Jahr 1922 bis zur neuesten Produktion. Konzipiert und organisiert wurde die Reihe in Zusammenarbeit mit dem Film Bureau of State Administration of Radio, Film and TV in Beijing.

Zum Abschluss der zweiten Auflage der Jugend-Film-Jury führen Jugendliche aus Frankfurt in die von ihnen ausgewählten Klassiker & Raritäten ein. Bei dem filmpädagogischen Modellprojekt ist wieder eine 32-seitige Broschüre entstanden mit Informationen zur Jugend-Film-Jury und Filmkritiken der 15- bis 18-Jährigen. Weitere Informationen und die Broschüre zum Download finden sie hier.

Schließlich noch etwas „in eigener Sache“: Ob als „Kuss-Double“, „Stuntgirl“ oder gar in der „Hauptrolle“ – mit unserer T-Shirt-Aktion können Sie das neue Filmmuseum unterstützen, denn vom Erlös fließen zehn Euro pro Shirt in die zeitgemäße Erneuerung unseres Hauses. Erhältlich an der Museumskasse oder in unserem OnlineShop.

Kinokalender der Woche im Überblick
Information & Ticketreservierung unter: 069 - 961 220 220

www.deutschesfilmmuseum.de

 

INHALT

Fokus: China
Zu Tisch! Kino kulinarisch
Klassiker & Raritäten
goEast präsentiert
Kinderkino & kinderatelier
ven y mira
Neues auf filmportal.de
Kinoprogramm zum Ausdrucken

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Online-Shop

         
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  XUNZHAO CHENG LONG Looking for Jackie

WODE FUQIN MUQIN The Road Home

HUANG TUDI Yellow Earth

XIANGRIKUI Sunflower

  FOKUS: CHINA
Yishan, ein 15-jähriger chinesischer Junge und großer Martial-Arts-Fan, lebt mit seinen Eltern in Indonesien. Auf einem Verwandtenbesuch in China beschließt er sein großes Idol Jackie Chan aufzusuchen. XUNZHAO CHENG LONG (Looking for Jackie, 2009) von Jiang Ping und Fang Gangliang ist ein unterhaltsamer China-Trip, Jackie Chan spielt sich natürlich selbst, und in Cameoauftritten sind eine ganze Reihe weiterer chinesischer Filmstars zu sehen.
In WODE FUQIN MUQIN (The Road Home, 1999) kehrt ein Geschäftsmann in seinen Geburtsort zurück, weil sein Vater gestorben ist. Während er die traditionellen Begräbnisriten beobachtet, wird rekapituliert, wie seine Eltern sich in den 1950er Jahren kennenlernten. Mit großer emotionaler Intensität und visueller Schönheit beschwört Zhang Yimou die Notwendigkeit menschlicher Werte angesichts einer sich rasant modernisierenden Welt.
Chen Kaiges HUANG TUDI (Yellow Earth, 1984) war der erste Film der sogenannten „Fünften Generation” von Filmemachern, der international für Furore sorgte: Ein Soldat der kommunistischen Achten Marscharmee, erhält 1939 den Auftrag, bei den Bauern von Shaanbei Volkslieder zu sammeln, die für den Widerstand gegen Japan verwendbar sind. Bemerkenswert ist der originelle visuelle Stil, der sich an klassischer chinesischer Malerei orientiert.
In XIANGRIKUI (Sunflower, 2005) schildert Zhang Yang die Geschichte einer Familie von den 1960er Jahren bis in die jüngste Gegenwart. Kurz nach der Geburt des Sohnes wird sein Vater, ein Maler, verbannt. Als er 1976 zurückkehrt, kommt es zum Konflikt mit seinem rebellischen Sohn, der auch in den folgenden Jahrzehnten das Verhältnis der beiden bestimmt. Mit stark autobiografischen Anklängen verfolgt Zhang die Biografien und zugleich die Geschichte Chinas.
Zhang Shichuans LAOGONG ZHI AIQING (Labourer’s Love, 1922) gilt als einer der ersten chinesischen Filme, von dem sich eine Kopie erhalten hat: eine Komödie um einen Obstverkäufer, der sich in die Tochter des Arztes verliebt.
Das Zentrum der chinesischen Filmindustrie in den 1930er Jahren war Shanghai, viele der Filme ließen eine deutlich linke Tendenz erkennen. Ein Meisterwerk jener Periode ist Wu Yonggangs SHENNÜ (The Goddess, 1934). Das Melodrama handelt von einer jungen Frau, die als Prostituierte arbeitet um sich und ihren kleinen Sohn zu ernähren. In der Hauptrolle brilliert Ruan Lingyu, eine der faszinierendsten Filmschauspielerinnen aller Zeiten. mehr
       
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  BELLA MARTHA

AU PETIT MARGUERY Hippolytes Fest

  ZU TISCH! KINO KULINARISCH
Das Thema „Essen“ interpretieren 18 ausgewählte Kurz- und Animationsfilme in GOOD FILM FOOD (2003): Als geheimnisvolle Supermarkt-Liebesgeschichte, als schwarzhumoriger Beitrag über neue Ernährungstrends oder als verrücktes Hühner-Wettrennen.
Um das Leben der titelgebenden Protagonistin, einer Meisterköchin (Martina Gedeck), dreht sich Sandra Nettelbecks tragikomisches Spielfilmdebüt BELLA MARTHA (2001): Nach dem Tod ihrer Schwester nimmt die Küchenchefin deren achtjährige Tochter Lina bei sich auf. Gleichzeitig beginnt der extrovertierte Mario (Sergio Castellitto) in ihrem Restaurant zu arbeiten.
Laurent Bénégui gestaltet AU PETIT MARGUERY (Hippolytes Fest, 1995) zu einem symbolhaften, kunst- und genussvollen Mosaik von Weisheiten: Der Meisterkoch Hippolyte (Michel Aumont) muss wegen des Verlusts seines Geruchssinnes sein Feinschmeckerlokal aufgeben und lädt seine besten Freunde zu einem opulenten Abschiedsabendessen ein. Im Verlauf des Abends erzählt jeder Melancholisches und Heiteres aus seinem Leben. mehr
       
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  BULLITT

SOME LIKE IT HOT Manche mögen’s heiß

ANTONIA Antonias Welt

  KLASSIKER UND RARITÄTEN
Zwar wird mit Peter Yates' BULLITT (1968) meist das spektakuläre Autorennen assoziiert, doch der Film bietet auch glaubwürdige Charaktere, eine überraschungsreiche Geschichte und harte Action: Polizeileutnant Bullitt (Steve McQueen) bekommt den Auftrag den Kronzeugen Johnny Ross zu beschützen. Als dieser angeschossen wird, begibt sich er auf die Jagd nach den Tätern durch ganz San Francisco.
Billy Wilders Screwball-Komödie SOME LIKE IT HOT (Manche mögen's heiß, 1959) wurde nicht zuletzt dank Hauptdarstellerin Marilyn Monroe ein überraschender Erfolg und gilt heute noch als eine der besten Komödien aller Zeiten: Die arbeitslosen Musiker Joe (Tony Curtis) und Jerry (Jack Lemmon) werden unfreiwillig Zeugen eines Mordes. Auf ihrer Flucht suchen sie – als Frauen verkleidet –  Unterschlupf in einer Mädchenkapelle.
Als die alte Bäuerin Antonia eines Morgens aufwacht, ahnt sie, dass ihr Tod bevorsteht und erinnert sich im Laufe des Tages an ihr bewegtes Leben: die Rückkehr auf den elterlichen Hof, Freundschaft, Geburt, Tragödien und Todesfälle. ANTONIA (Antonias Welt, 1995), eine sich über vier Generationen erstreckende Familiensaga von Marleen Gorris, reich an skurrilen, humorvollen Einfällen und an Menschlichkeit, erhielt den Oscar als bester ausländischer Film.
Von den Schwierigkeiten des Filmemachens, den Eifersüchteleien und Eitelkeiten am Filmset und ihrem Einfluss auf das Unterbewusstsein erzählt LIVING IN OBLIVION (1995) von Tom DiCillo: Während eines Drehs vermischen sich bei den Protagonisten, darunter dem Regisseur Nick Reve (Steve Buscemi) und der Hauptdarstellerin Nicole, Wirklichkeit mit Fantasie, was absurde Situationen und köstliche Pannen heraufbeschwört.
Der Thriller PSYCHO (1960) gehört zu Alfred Hitchcocks erfolgreichsten Filmen – und war für Anthony Perkins und Janet Leigh der wichtigste ihrer Karriere: Die Sekretärin Marion Crane veruntreut 40.000 Dollar. Auf ihrer Flucht landet sie in einem abgelegenen Motel, dessen Besitzer Norman Bates sich als psychopathischer Frauenmörder entpuppt. mehr

       
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  SNIJEG (Snow)   GOEAST PRÄSENTIERT
Mit SNOW (Snijeg, 2008) meldet sich goEast aus der Sommerpause zurück und präsentiert das mehrfach ausgezeichnete Spielfilmdebüt der jungen Bosnierin Aida Begic: In dem abgeschiedenen Dorf Slavno leben nach dem Krieg nur noch sechs Frauen, ein alter Mann und fünf Kinder. Ein zufällig vorbeikommender Lastwagenfahrer möchte sämtliche von den Dorfbewohnern produzierten Erzeugnisse aufkaufen, und ihnen somit zu bescheidenem Wohlstand verhelfen. Zeitgleich tauchen zwei Geschäftsleute auf, und bieten den Einwohnern eine Menge Geld, wenn sie das Dorf verlassen. mehr

       
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  DIE BRÜCKE NACH TERABITHIA

 

 

KINDERKINO & KINDERATELIER
In DIE BRÜCKE NACH TERABITHIA (2007) ist der Fünftklässler Jesse ist nicht begeistert, denn seine neue, gleichaltrige Nachbarin Leslie macht ihm seinen Titel als schnellster Läufer der Schule streitig! Trotzdem freunden sich die beiden an und entdecken einen Zugang zu einer fantastischen Welt direkt hinter ihren Häusern. In dem Königreich der Fabelwesen finden sie Zuflucht vor Alltagsproblemen, bis eines Tages Leslie die Brücke alleine betritt und ein Unglück geschieht... mehr
In unserem kinderatelier können Besucher am Wochenende optische Spielzeuge basteln oder selber einen kurzen Trickfilm animieren. mehr
       
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  LA ESTRATEGIA DEL CARACÓL Die Strategie der Schnecke

MAROA

  VEN Y MIRA – spanisches Schulfilmfestival
In Zusammenarbeit mit dem Instituto Cervantes und dem Staatlichen Schulamt Frankfurt zeigt das erste spanisch-sprachige Schulfilmfestival in Vormittags- und Nachmittagsvorstellungen fünf Filme aus Spanien, Kolumbien und Venezuela in Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Den Start macht LA ESTRATEGIA DEL CARACÓL (Die Strategie der Schnecke, 1993), mit dem Sergio Cabrera die Herzen der kolumbianischen Gesellschaft eroberte: Der Besitzer eines Mietshauses will die Bewohner auf die Strasse setzen. Doch hier leben Menschen zusammen, die sich trotz der Enge heimisch fühlen.
Die elfjährige MAROA (2005) ist ein Kind der Straße. Als sie im Heim landet, nimmt der Musiklehrer Joaquín sie in seine Orchesterklasse auf. Für Maroa ist das der Beginn ihrer - nicht immer einfachen - Liebe zur Musik. Die Geschichte beruht auf der weltweit beispiellosen und von der UNESCO ausgezeichneten Jugendorchester-Bewegung in Venezuela. mehr
       
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  filmportal.de   NEUES AUF FILMPORTAL.DE
Film der Woche: THE LAST GIANTS - WENN DAS MEER STIRBT (2009)
Daniele Griecos aufwühlender Dokumentarfilm "The Last Giants – Wenn das Meer stirbt" begleitet die Schweizer Tierschützerin Katharina Heyer bei ihrem unermüdlichen Einsatz für eine Rettung der bedrohten Meeressäuger. mehr
Neu auf DVD: DIE GROSSE FLATTER (1978/79)
"Die große Flatter", von Schriftstellerin Leonie Ossowski, erzählt die Geschichte der beiden Jungen Schocker und Richy, die in einer tristen Unterschichtensiedlung am Rand von Berlin leben und davon träumen, irgendwann dem dortigen Alltagselend zu entfliehen. mehr
Schauspieler der Woche: Heiner Carow
Heiner Carow, der Regisseur des Films "Die Legende von Paul und Paula", gehörte zu den erfolgreichsten Filmemachern der DDR – eine Position, die es ihm gestattete, auch Themen aufzugreifen, die in der DDR tabuisiert waren. mehr
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  Kinotermine im Deutschen Filmmuseum (Telefon 069 / 961 220 220)
>>> Druckversion <<<
   

 

Tagsüber

18 Uhr

20.30 Uhr

22.30 Uhr

17 Do

 

Klassiker & Raritäten
BULLITT (OF)
Einführung: Jugend-Film-Jury

goEast präsentiert | Zu Tisch! Kino kulinarisch
SNOW (OmU)

 

18 Fr

14.30 Uhr: Kinderkino
DIE BRÜCKE NACH TERABITHIA
FSK o. A., empf. ab 8, DF

Zu Tisch! Kino kulinarisch
GOOD FILM FOOD

Fokus: China | Eröffnung
LOOKING FOR JACKIE (OmeU)
in Anw. von Zhang Yisha

 

19 Sa

 

Klassiker & Raritäten
SOME LIKE IT HOT (OF)
Einführung: Jugend-Film-Jury

Zu Tisch! Kino kulinarisch
BELLA MARTHA (OmU)

Fokus: China
LOOKING FOR JACKIE (OmeU)
in Anw. von Zhang Yisha

20 So

16.00 Uhr: Kinderkino
DIE BRÜCKE NACH TERABITHIA
FSK o. A., empf. ab 8, DF

Fokus: China
THE ROAD HOME (OmeU)

Zu Tisch! Kino kulinarisch
AU PETIT MARGUERY (DF)

 

21 Mo

 

Keine Vorstellung

Keine Vorstellung

 

22 Di

 

Klassiker & Raritäten
ANTONIA (OmU)
Einführung: Jugend-Film-Jury

Fokus: China
YELLOW EARTH (OmeU)

 

23 Mi

 

Klassiker & Raritäten
LIVING IN OBLIVION (OmU)
Einführung: Jugend-Film-Jury

Fokus: China
SUNFLOWER (OmeU)

 

24 Do

9.00 Uhr: ven y mira
LA ESTRATEGIA DEL CARACÓL (OmU)
11 Uhr u. 15 Uhr:
MAROA (OmU)

Klassiker & Raritäten
PSYCHO (DF)
Einführung: Jugend-Film-Jury

Fokus: China
LABOURER’S LOVE (OmeU)
THE GODDESS (OmeU)
Klavierbegl.: U. Rügner

 

         
 

Alle Termine und Filmtexte finden Sie in unserem gedruckten Programmheft, das im Museum ausliegt und postalisch an Inhaber der Kinocard und Mitglieder unserer Freundeskreise verschickt wird. Wollen auch Sie das Programmheft jeden Monat frei Haus? mehr
Online finden Sie das Programm September (PDF / Flash) sowie die Kinotermine im Tabellarium September zum Ansehen und Ausdrucken.

Mit besten Grüßen vom Museumsufer
i.A. Horst Martin