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18. bis 25. September 2008

     
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Liebe Leserinnen und Leser,

für unsere kommende Sonderausstellung laufen in diesen Tagen die letzten Vorbereitungen, ab kommenden Mittwoch können Sie Jim Rakete - 1/8 Sec. Augen/Blick/Porträts sehen. „Vertraute Fremde“ versammelte der Berliner Fotograf für sein Buch- und Ausstellungsprojekt, darunter Protagonisten des deutschen Films wie Ulrich Mühe, Martina Gedeck, Jürgen Vogel, Mario Adorf, Tom Tykwer und Fatih Akin. In der begleitenden Veranstaltungsreihe werden Porträtierte als Gäste erwartet.

Information & Ticketreservierung unter: 069 - 961 220 220

www.deutschesfilmmuseum.de

 

INHALT

Jim Rakete: 1/8 sec.
Why Democracy?
Mythos Troja
Frankfurter filmhistorischer Vortrag
Spuren. Musik und Film
Klassiker & Raritäten
Die 68er
Jüdische Filmtage / Im Aufbau. Israelisches Kino
Alles über Rosemarie
Kinderkino & kinderatelier
Neues auf filmportal.de
Kinoprogramm zum Ausdrucken
Museumspädagogik

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  JIM RAKETE: 1/8 SEC. AUGEN/BLICK/PORTRÄTS   JIM RAKETE: 1/8 SEC. AUGEN/BLICK/PORTRÄTS
Gänzlich ohne Effekte und ohne digitale Nachbearbeitung arbeitete Jim Rakete bei der Porträtserie, einer Hommage an die klassische Fotografie im digitalen Zeitalter. Mit seiner Linhof-Plattenkamera und der Belichtungszeit einer 1/8-Sekunde hielt er die Augenblicke fest. Für die Ausstellung wurden Fotografien ausgewählt, die für ihn ein Wiedersehen mit alten Bekannten oder erste Begegnungen mit den aktuellen Protagonisten der Filmbranche bedeuteten. Die meisten Bilder stammen aus dem Jahr 2007. mehr
       
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  WÄHLT MICH! Vote for me!   WHY DEMOCRACY?
Die Film- und Gesprächsveranstaltung präsentiert zwei Dokumentarfilme, die im Rahmen des Projektes „Why Democracy? / Demokratie – für alle?“ des Fernsehworkshops Entwicklungspolitik entstanden sind: THE IRON LADY OF LIBERIA (2007) und VOTE FOR ME! (2007) geben Einblick in das Demokratieverständnis und die aktuelle Situation in Liberia und China. Als Gast wird Produzent Don Edkins zum Gespräch erwartet. mehr
       
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  HELEN OF TROY Der Untergang von Troja   MYTHOS TROJA
Die amerikanisch-italienische Produktion HELEN OF TROY (1956) erzählt die Geschichte der Entführung Helenas durch Paris und der Zerstörung Trojas durch das Heer ihres Gemahls Menelaos. mehr
       
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  MORD UND TOTSCHLAG (1967)   FRANKFURTER FILMHISTORISCHER VORTRAG
In der schwarzen Komödie MORD UND TOTSCHLAG (1967), die im Wettbewerb von Cannes lief, variiert Volker Schlöndorff versiert Muster des amerikanischen Kriminalfilms. Darin erschießt eine Frau ihren Ex-Freund und muss nun die Leiche beseitigen. Der Hauptdarstellerin Anita Pallenberg, der „Muse“ der Rolling Stones, ist es zu verdanken, dass Brian Jones die Filmmusik komponierte. mehr
       
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  EDIPO RE (1967)

DIE WALZE UND DIE GEIGE (1961)

STALKER

 

 

SPUREN. MUSIK UND FILM
Mit einer Filmreihe begleitet unser Kino das ECM Festival mit Konzerten in der Alten Oper, das sich der Verbindung von Film und Musik widmet.
In EDIPO RE (1967) verlegt Pier Paolo Pisolini das mythische Geschehen der Ödipus-Tragödie in die archaische Realität der Bauern und Handwerker des italienischen Südens (aufgenommen in Marokko) und versucht den antiken Stoff marxistisch und psychoanalytisch zu aktualisieren.
In langen, ruhigen Einstellungen gedreht und virtuos komponiert erzählt Theodoros Angelopoulos in DIE EWIGKEIT UND EIN TAG (1998) von der Freundschaft zwischen einem vereinsamter Dichter und einem albanischen Flüchtlingsjungen. Seiner Aktualität und menschlichen Wärme wegen verlieh ihm die Festival-Jury um Martin Scorsese die Goldene Palme.
Nur selten bekommt man die Gelegenheit die Abschlussarbeit von Andrej Tarkovskij im Kino zu sehen: DIE WALZE UND DIE GEIGE (1961) handelt von der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen dem sensiblen siebenjährigen Sascha und dem Walzenfahrer Igor.
In STALKER (1979), seinem letzten in der Sowjetunion gedrehten Film, schuf Tarkovskij einen überwältigenden Kosmos voller mystisch-philosophischer Reflexionen und faszinierender Bildvisionen: Der „Stalker“ führt einen Wissenschaftler und einen Schriftsteller an einen unheilvollen Ort, an dem die geheimsten Wünsche in Erfüllung gehen sollen. Tarkovskijs letzter, in Schweden gedrehter Film OPFER (1985) erzählt von einem Intellektuellen, der eine atomare Katastrophe voraussieht und sich Gott als Opfer für die Menschheit anbietet. mehr
   
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  DER BLAUMILCHKANAL (1969)

MADAME DUBARRY

  KLASSIKER UND RARITÄTEN
Ephraim Kishon karikiert in seinem Film DER BLAUMILCHKANAL (1969) die israelische Bürokratie: Aus der Psychiatrie entwischt veranstaltet Blaumilch ein heilloses Chaos in Tel Avivs Straßen.
Spektakuläre Massenszenen und eine rasante Inszenierung trugen zum Welterfolg von MADAME DUBARRY (1919) bei. Der im Paris zur Zeit Ludwigs XV. spielende Kostümfilm ebnete Ernst Lubitsch den Weg nach Hollywood.
Ein Frauen-Schicksal zwischen zwei gegensätzlichen Welten erzählt SHIRINS HOCHZEIT (1975). Um einer Zwangsheirat zu entfliehen, flüchtet eine Frau aus Anatolien zu ihrem Geliebten ins ferne Deutschland, wo keine familiären oder moralischen Werte zu gelten scheinen.Griechische Mythologie „à la Hollywood“ inszenierte Robert Wise mit HELEN OF TROY (1956), der in der Filmreihe Mythos Troja läuft. mehr
       
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  IF.... (1968)   DIE 68ER: KURZER SOMMER – LANGE WIRKUNG
Lindsay Anderson zeigt in IF.... (1968), wie sich in einer britischen Public School eine Schülerrevolte formiert. Mit einer Mischung aus Realismus und Fantasie gelingt es, einen Mikrokosmos des britischen Herrschaftssystems darzustellen.Die CINÉ-TRACTS (1968) sind kurze, stumme und anonyme Flugblattfilme des Pariser Mai und Juni 1968, produziert von den Etats généraux du cinéma unter Mitwirkung berühmter Regisseure wie Chris Marker, Jean-Luc Godard oder Alain Resnais. mehr
       
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  BIYERUSHALAYIM In Jerusalem

OR MIN HAHEFKER Light out of Nowhere

  JÜDISCHE FILMTAGE / IM AUFBAU. ISRAELISCHES KINO
DER BLAUMILCHKANAL (1969), Ephraim Kishons Parodie auf die israelische Bürokratie, ist auch in unserer Reihe Klassiker & Raritäten zu sehen.
Zwei Dokumentarfilme von David Perlow präsentieren wir in einem Programm: IN JERUSALEM (1963) zeigt das Leben in der damals geteilten Stadt; DIARY, CHAPTER I (1973-1977) wirft mit einer Mischung aus politischer, künstlerischer und privater Reflektionen einen einmaligen Blick auf ein krisenhaftes Jahrzehnt.
Das Roadmovie BUT WHERE IS DANIEL WAX (1972) handelt von Shpitz’ Besuch in Israel, der zunehmend zu einer obsessiven Suche nach dem auf mysteriöse Weise verschwundenen Klassenkameraden Daniel Wax wird.
LIGHT OUT OF NOWHERE (1973) erzählt die Geschichte des siebzehnjährigen Shau und zeichnet dabei ein eindrucksvolles Bild der israelischen Black-Panther-Bewegung, in welcher die angestaute Wut von Juden orientalischer Herkunft ihren Ausdruck fand. mehr
       
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  ALLES ÜBER ROSEMARIE   ALLES ÜBER ROSEMARIE
Die Galerieausstellung präsentiert die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des umstrittenen Spielfilms DAS MÄDCHEN ROSEMARIE, der die tragische Geschichte der Frankfurter Edelprostituierten Rosemarie Nitribitt erzählt. mehr
Für die nächste Stadtführung am 5. Oktober (15 Uhr) können Sie sich anmelden unter Telefon 069–961220223 oder per Mail: museumspädagogik@deutsches-filmmuseum.de
       
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  TRIGGER   KINDERKINO & KINDERATELIER
Nicht nur unsere kleinen Besucher können selbst Trick- und Knetfilme drehen im kinderatelier am Samstag und Sonntag (jeweils von 14 bis 18 Uhr) ohne Voranmeldung. mehr
Am Freitag und Sonntag präsentiert das Kinderkino den Pferdefilm TRIGGER (2006), der jenseits aller Klischees in den Plattenbausiedlungen einer Großstadt spielt: Obwohl Alise schreckliche Angst vor Pferden hat, muss sie einen temperamentvollen Hengst vor dessen grausamen Besitzer retten. mehr
       
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  filmportal.de   Neues auf filmportal.de
Diese Woche herrschen auf filmportal.de scheinbar paradiesische Zustände – doch das idyllische Bild trügt. FRIEDLICHE ZEITEN handelt vom Kalten Krieg im Wohnzimmer, den die zur Flucht aus der DDR gedrängte Sicherheitsfanatikerin Irene mit ihrem freiheitsliebenden Gatten Dieter ausficht. Der Episodenfilm UNSCHULD beleuchtet die Schicksale sehr unterschiedlicher Menschen, die in der Metropole Berlin verzweifelt nach ihrem ganz persönlichen Glück suchen. Und mit Romy Schneider schließlich würdigen wir eine Schauspielerin, die weit mehr zu bieten hatte, als nur ein strahlendes Lächeln in einer österreichischen Kostümfilm-Trilogie. mehr

       
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  Kinotermine im Deutschen Filmmuseum (Telefon 069 / 961 220 220)
   

 

Tagsüber

18 Uhr

20.30 Uhr

22.30 Uhr

18 Do

 

Klassiker & Raritäten | Im Aufbau. Israelisches Kino
DER BLAUMILCHKANAL (OmeU)
Einführung: Ronny Loewy

Why Democracy?
THE IRON LADY OF LIBERIA (DF)
Zu Gast: Don Edkins (Produzent)
VOTE FOR ME! (DF)

 

19 Fr

14.30 Uhr: Kinderkino
TRIGGER (DF)

Spuren. Musik und Film
EPIDO RE (DF)

20.00 Uhr: Spuren. Musik und Film
DIE EWIGKEIT UND EIN TAG (OmU)

Die '68er
IF... (OF)

20 Sa

 

Jüdische Filmtage I Im Aufbau. Israelisches Kino
IN JERUSALEM (OmeU), DIARY, CHAPTER 1 (OmeU)

20.00 Uhr: Spuren. Musik und Film
DIE WALZE UND DIE GEIGE (OmU)

21.00 Uhr: Spuren. Musik und Film
STALKER (OmU)

21 So

11:30 Uhr: Klassiker & Raritäten | Matinee
MADAME DUBARRY
Klavierbegleitung: Ulrich Rügner
16.00 Uhr: Kinderkino
TRIGGER (DF)

Jüdische Filmtage I Im Aufbau. Israelisches Kino
BUT WHERE IS DANIEL WAX
(OmeU)

Spuren. Musik und Film
OPFER (OmeU)

 

22 Mo

Keine Vorstellung

Keine Vorstellung

Keine Vorstellung

Keine Vorstellung

23 Di

15.00 Uhr: Frankfurter filmhistorische Vorträge | Die '68er
MORD UND TOTSCHLAG

19 Uhr: Austellungseröffnung: Jim Rakete: 1/8 sec.

 

 

24 Mi

 

Klassiker & Raritäten | Anywhere I Lay My Head
SHIRINS HOCHZEIT
Einführung: Karola Gramann, im Anschluss Diskussion

21:00 Uhr: Die '68er
CINÉ-TRACTS (OF)
Einführung: Kerstin Herlt, Ronny Loewy

 

25 Do

 

Klassiker & Raritäten| Mythos Troja
HELEN OF TROY (OF)

Jüdische Filmtage I Im Aufbau. Israelisches Kino
LIGHT OUT OF NOWHERE (OmeU)

 

         
 

Alle Termine und Filmtexte im September finden Sie in unserem gedruckten Programmheft, das im Museum ausliegt und postalisch an Inhaber der Kinocard und Mitglieder unserer Freundeskreise verschickt wird. Wollen auch Sie das Programmheft jeden Monat frei Haus? mehr
Online finden Sie das Programm September sowie die Kinotermine im Tabellarium für September zum Ansehen und Ausdrucken.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen ein schönes Wochenende
mit besten Grüßen vom Museumsufer

i.A. Horst Martin