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21. bis 28. August 2008

     
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Liebe Leserinnen und Leser,

zum zweiten Mal veranstaltet unser Haus die Jüdischen Filmtage in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Frankfurt und dem Jüdischen Museum. Aktuelle Produktionen erzählen Geschichten aus dem Alltag des Zusammenlebens jüdischer und nicht-jüdischer Kulturen und führen nach Brasilien, Frankreich, Mexiko und Israel. Anlässlich der Staatsgründung von Israel vor 60 Jahren zeigt die Retrospektive „Im Aufbau. Israelisches Kino“ ausgewählte Klassiker aus der Aufbau-Phase der israelischen Filmindustrie, von den 1950er bis in die 1970er Jahre. Initiator und Kurator Ralf Dittrich macht in der Retrospektive zahlreiche Filme, die über Jahre hinweg selten oder gar nicht zu sehen waren, dem Publikum wieder zugänglich – mit neuen untertitelten Kopien.

Zu zwei Vorstellungen der Reihe „Klassiker und Raritäten" halten Mitglieder der Jugend-Film-Jury jeweils eine Einführung. Die Dokumentation zu unserem filmpädagogischen Modellprojekt finden Sie auch online.

Information & Ticketreservierung unter: 069 - 961 220 220

www.deutschesfilmmuseum.de

 

INHALT

Erde und Asche
Jüdische Filmtage
Alles über Rosemarie
Die 68er
Klassiker & Raritäten
Sinn und Sinnlichkeit: Jane Austen
Kinderkino & kinderatelier
Neues auf filmportal.de
Kinoprogramm zum Ausdrucken
Museumspädagogik

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  ERDE UND ASCHE (2004)   ERDE UND ASCHE
Der Traumatisierung Afghanistans nach fast drei Jahrzehnten des Krieges widmet sich der Film- und Gesprächsabend: Gezeigt wird ERDE UND ASCHE (2004), das auf seiner gleichnamigen Novelle basierende Spielfilmdebüt von Atiq Rahimi. Beim deutschen Kinostart wurde das Werk des aus Afghanistan stammenden Regisseurs von der Jury der Evangelischen Filmarbeit zum Film des Monats gewählt. Im anschließenden Publikumsgespräch sprechen Tom Koenigs, Vorstandsmitglied von UNICEF und ehemaliger UN-Sonderbeauftragter für Afghanistan, und Dr. Martin Altmeyer, Psychologe und Publizist aus Frankfurt, über die Kriegsfolgen und die besondere Lage von Kindern. Dr. Margrit Frölich von der Evangelischen Akademie Arnoldshain, dem Kooperationspartner der Veranstaltung, moderiert das Gespräch. mehr
       
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  JÜDISCHE FILMTAGE

O ANO EM QUE MEUS PAIS SAÍRAM DE FÉRIAS The Year my Parents Went on Vacation

COMM E T’Y ES BELLE! Gorgeous

  JÜDISCHE FILMTAGE
LEMON TREE (2008), eine Parabel auf die Situation im Nahen Osten, gewann den Panorama-Publikumspreis der Berlinale 2008. Ein kleiner Zitronenhain in der Westbank soll weichen, weil der israelische Verteidigungsminister in der Nachbarschaft bauen will. Ausgerechnet in dessen Frau findet eine unbeugsame palästinensische Witwe eine Verbündete.
In O ANO EM QUE MEUS PAIS SAÍRAM DE FÉRIAS (The Year my Parents Went on Vacation, 2006), der im Berlinale-Wettbewerb 2007 lief, erzählt Cao Hamburger verspielt von einem Sommer der Veränderung in einem bunten Viertel mit überwiegend jüdisch-italienischen Bewohnern in Sao Paulo und einer ungewöhnlichen Freundschaft während der Fußball-Weltmeisterschaft von 1970.
A HEBREW LESSON (2006) spiegelt im Mikrokosmos einer Sprachschule die Probleme Israels wider: Haupfiguren sind eine chinesische Putzfrau, eine verwöhnte Peruanerin und ein Russe, der nie nach Israel wollte.
COMME T’Y EST BELLE (Gorgeous, 2006) dreht sich auf witzige und unterhaltsame weise um vier attraktive Frauen aus dem jüdisch-orientalischen Milieu, die mit Alltagsproblemen kämpfen und eines gemeinsam haben: komplizierten Familien- und Liebesgeschichten, die bei den großen jüdischen Familienfeiern besprochen werden.
In einem Kurzfilm-Programm läuft BERKELEY’S ISLAND (1999), WILD BOY (2004) und MOBY DICK (2000) von Guy Ben-Ner. Dem in Berlin lebenden israelischen Videokünstler gelang bei der Biennale von Venedig 2005 sein künstlerischer Durchbruch, derzeit sind Arbeiten von ihm in der Frankfurter Schirn Kunsthalle zu sehen. HILL 24 DOESN’T ANSWER (1954) gilt als ein Schlüsselwerk des israelischen Kinos: In den letzten Stunden des Unabhängigkeitskrieges 1948 will eine kleine Gruppe von Freiwilligen einen Hügel besetzen, bevor am Morgen die Waffenstillstandslinien festgelegt werden. Episodisch und mit Rückblenden wird dabei auch die Geschichte der Staatsgründung erzählt. mehr
       
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  ALLES ÜBER ROSEMARIE   ALLES ÜBER ROSEMARIE
Unsere Galerieausstellung Alles über Rosemarie widmet sich einem der bekanntesten und umstrittensten Filme der Adenauer-Ära: DAS MÄDCHEN ROSEMARIE, der im August 1958 seine Premiere feierte. Die Ausstellung greift auf die Waldleitner-Sammlung unseres Hauses zurück und zeigt die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte von Rolf Thieles mutigem Spielfilm über die Frankfurter Edelprostituierte Rosemarie Nitribitt, deren Ermordung bis heute ungeklärt ist. mehr
       
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  ACROSS THE UNIVERSE

You’re a Big Boy Now

  DIE 68ER: KURZER SOMMER – LANGE WIRKUNG
Das Musical ACROSS THE UNIVERSE (2007) entwickelte Julie Taymor auf der Grundlage der Texte von 33 Beatles-Liedern. Ein Liverpooler Dockarbeiter, der auf der Suche nach seinem Vater nach New York kommt, freundet sich mit einem Studenten an und verliebt sich in dessen Schwester, doch die politischen Ereignisse entzweien die beiden. Mit einer Fülle kultureller und zeitgeschichtlicher Anspielungen gelingt es, das Lebensgefühl der Jugendrevolte Ende der 1960er Jahre zu rekreieren. Frühe Arbeiten von zwei bedeutenden Regisseuren Zeigen wir Ihnen mit: THE BIG SHAVE (1967), Martin Scorseses dritter Kurzfilm, macht aus einer Szene mit einem jungen Mann, der sich rasiert, eine Parabel über den Vietnamkrieg.
YOU’RE A BIG BOY NOW
(1966), Francis Ford Coppolas der französischen Nouvelle vague verwandter, erster unter industriellen Bedingungen gedrehter Film, steht für den Aufbruch der amerikanischen Filmindustrie in den 60ern. mehr

       
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  PICNIC AT HANGING ROCK (1975)

FAUST (1960)

  KLASSIKER UND RARITÄTEN
Als einer der erfolgreichsten Filme der Kinogeschichte gilt THE SOUND OF MUSIC (1974). Robert Wise verfilmte mit Julie Andrews in der Hauptrolle das erfolgreiche Broadway-Musical über die „singende Trapp-Familie“, die im amerikanischen Exil in den 1930er Jahren ihre Karriere starteten.
Voller Andeutungen und ungelöster Rätsel steckt Peter Weirs mysteriöser Thriller PICNIC AT HANGING ROCK (1975). Am Valentinstag des Jahres 1900 unternimmt ein australisches Mädchenpensionat einen Ausflug zum Hanging Rock. Das Picknick nimmt dramatische Züge an, als die drei ältesten Schülerinnen spurlos in dem Felsmassiv verschwinden. Zur Vorstellung hält ein Mitglied der Jugend-Film-Jury eine Einführung.
Ernst Lubitsch drehte im amerikanischen Exil seine antifaschistische Komödie TO BE OR NOT TO BE (1942), die Zeitgeschichte und Filmkunst wie kaum ein anderer Film verdichtet: Seine in einem Warschauer Theater nach dem deutschen Einmarsch spielende politische Satire schafft gekonnt den Balanceakt zwischen Grauen und Komik und besticht durch ein glänzendes Darsteller-Ensemble. Zur Vorstellung hält ein Mitglied der Jugend-Film-Jury eine Einführung.
Peter Gorski, Adoptivsohn von Gustaf Gründgens, adaptierte mit FAUST (1960) die klassische Inszenierung seines Vaters am Deutschen Schauspielhaus Hamburg. Legendär und unbedingt sehenswert ist die Darstellung des Mephisto von Gustaf Gründgens. mehr
   
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  PRIDE AND PREJUDICE (2005)

 

  SINN UND SINNLICHKEIT: JANE AUSTEN
Noch heute gilt Pride and Prejudice (1813) als bestes Werk der englischen Autorin. Die mehrfach für Oscars nominierte Verfilmung PRIDE AND PREJUDICE (2005), mit Keira Knightley als Elizabeth „Lizzie“ Bennet, stellt den komödiantischen Aspekt der Vorlage in den Vordergrund.
Zu den wenigen biografisches Quellen über Jane Austens Leben zählt A memoir of Jane Austen eines Neffen aus dem Jahre 1870. Auf der darin dokumentierten, nicht standesgemäßen Beziehung zu Tom Lefroy basiert BECOMING JANE (2007). Darin spielt Anne Hathaway auf zauberhafte Weise und mit hohem Einfühlungsvermögen die 20-jährige Jane Austen. mehr
       
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  ASTERIX UND OBELIX BEI DEN OLYMPISCHEN SPIELEN (2008)   KINDERKINO & KINDERATELIER
Trick- und Knetfilme selbst drehen können nicht nur unsere kleinen Besucher im kinderatelier am Samstag und Sonntag (jeweils 14 bis 18 Uhr) ohne Voranmeldung. mehr 
Aus gegebenem Anlaß läuft im Kinderkino am Freitag und Sonntag ASTERIX UND OBELIX BEI DEN OLYMPISCHEN SPIELEN (2008) mit Alain Delon als Cäsar und Gérard Depardieu als Obelix. mehr
Zum Abschluß unserer Anime!- Filmreihe gibt es noch einmal im Rahmen der schönsten Anime- Serien einen Samstagnachmittag mit HEIDI ( 1975). mehr
       
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  filmportal.de   Neues auf filmportal.de
Volkshelden, Freundschaftsgeschichten und eine der interessantesten Regisseurinnen des deutschen Films stehen in dieser Woche bei filmportal.de auf dem Programm: Mit RÄUBER KNEISSL nimmt sich Marcus H. Rosenmüller einer legendären Gestalt der bayerischen Historie an und macht daraus eine Mischung aus Drama, Liebesgeschichte und Heimatfilm. BERLIN AM MEER, unsere DVD-Neuerscheinung der Woche, erzählt von der wechselhaften Freundschaft zweier höchst ungleicher junger Männer, die im Musikgeschäft Karriere machen wollen. Und auch die Regisseurin Angela Maccarone, die in dieser Woche Geburtstag feiert, hat sich nicht zuletzt mit eigenwilligen, an Tabus rührenden Beziehungsgeschichten einen Namen gemacht. mehr

       
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  Kinotermine im Deutschen Filmmuseum (Telefon 069 / 961 220 220)
   

 

Tagsüber

18 Uhr

20.30 Uhr

22.30 Uhr

21 Do

 

17.30 Uhr:  
Klassiker & Raritäten
THE SOUND OF MUSIC
mit Einführung

Film und Gespräch
ERDE UND ASCHE
Zu Gast: Tom Koenigs, Dr. Martin Altmeyer

 

22 Fr

14.30 Uhr: Kinderkino ASTERIX BEI DEN
OLYMPISCHEN SPIELEN

Die '68er
THE BIG SHAVE; YOU`RE A BIG BOY NOW

20.00 Uhr: Sinn und Sinnlichkeit: Jane Austen
PRIDE AND PREJUDICE

Die '68er
ACROSS THE UNIVERSE

23 Sa

16.00 Uhr: Anime!
HEIDI

Sinn und Sinnlichkeit: Jane Austen
PRIDE AND PREJUDICE

Die '68er
ACROSS THE UNIVERSE

Sinn und Sinnlichkeit: Jane Austen
BECOMING JANE

24 So

14.30 Uhr: Kinderkino ASTERIX BEI DEN
OLYMPISCHEN SPIELEN

Sinn und Sinnlichkeit: Jane Austen
BECOMING JANE

Jüdische Filmtage
LEMON TREE

 

25 Mo

 

Jüdische Filmtage
THE YEAR MY PARENTS WENT ON VACATION

Jüdische Filmtage
A HEBREW LESSON

 

26 Di

 

Klassiker & Raritäten
PICKNICK AT HANGING ROCK
Einführung: Jugend- Film- Jury

Jüdische Filmtage
COMME T’Y ES BELLE!

 

27 Mi

 

Klassiker & Raritäten
TO BE OR NOT TO BE
Einführung: Jugend- Film- Jury

Jüdische Filmtage
BERKELEY’S ISLAND, MOBY DICK
Zu Gast: Guy Ben-Ner

 

28 Do

 

Klassiker & Raritäten | Goethe ffm Festwoche:
FAUST

Im Aufbau. Israelisches Kino I Jüdische Filmtage
HILL 24 DOESN’T ANSWER
mit Einführung

 

         
 

Alle Termine und Filmtexte im August finden Sie in unserem gedruckten Programmheft, das im Museum ausliegt und postalisch an Inhaber der Kinocard und Mitglieder unserer Freundeskreise verschickt wird. Wollen auch Sie das Programmheft jeden Monat frei Haus? mehr
Online finden Sie das Programm August sowie die Kinotermine im Tabellarium für August zum Ansehen und Ausdrucken.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen ein schönes Wochenende
mit besten Grüßen vom Museumsufer

i.A. Horst Martin