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06. bis 13. August 2009

     
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Liebe Leserinnen und Leser,

am morgigen Freitag präsentieren wir mit der Cinemateca Brasileira in unserer Reihe Stadtsinfonien mit SÃO PAULO, A SYMPHONIA DA METRÓPOLE (São Paulo, die Symphonie der Metropole, 1929) von Rodolpho Rex Lustig und Adalberto Kemeny eine der ganz wichtigen filmischen Stadtsinfonien der zwanziger Jahre. Chris Dähne wird in das Programm einführen, die Klavierbegleitung kommt von Ulrich Rügner.

Am heutigen Abend gewähren wir einen Einblick in die Bestände unseres Filmarchivs, das im Januar 2009 in Wiesbaden eröffnete und mehr als 20.000 Kopien unterschiedlicher Formate umfasst. Die Führung (17 Uhr) aus der monatlichen Reihe „Schätze aus den Archiven“ wird von den Leitern unseres Filmarchivs, Michael Schurig und Thomas Worschech, begleitet. mehr

Information & Ticketreservierung unter: 069 - 961 220 220

www.deutschesfilmmuseum.de

 

INHALT

Zu Tisch! Kino kulinarisch
Screening India
Glaube und Exil: Tibet im Film
Stadtsinfonien (2)
Klassiker & Raritäten
Bernhard Grzimek - Zum 100. Geburtstag
Kinderkino & Kinderatelier
Neues auf filmportal.de
Kinoprogramm zum Ausdrucken
Museumspädagogik

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  BIG NIGHT Big Night – Nacht der Genüsse

UNSER TÄGLICH BROT

  ZU TISCH! KINO KULINARISCH
Ende der 1950er Jahre: Zwei aus Italien in die USA emigrierte Brüder betreiben ein Restaurant, das kurz vor dem Bankrott steht. Ein Festbankett für Freunde und Gäste mit einem berühmten Jazz-Musiker als Gast soll die Wende bringen. BIG NIGHT (1996) von Stanley Tucci, seinerzeit als „himmlischer Leckerbissen für Kino-Gourmets“ bezeichnet, vermengt kunstvoll Zeitgeschichte, philosophische Abhandlung und poetische Träumerei.
In langen, kommentarlosen Plansequenzen öffnet UNSER TÄGLICH BROT (2005) von Nikolaus Geyrhalter die Augen für die Realität der Lebensmittelproduktion. Den mechanischen Prozess der Herstellung beobachtend, verdeutlicht er wie sehr der Mensch zum Objekt seines eigenen Lebens geworden ist. Die provokante und teils schockierende Dokumentation gewann den Adolf-Grimme-Preis in der Rubrik „Information und Kultur“. mehr
       
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  MRITYUDAND Das Todesurteil

ANAND

  SCREENING INDIA
Eine Frau heiratet in eine Familie von Großgrundbesitzern in Bihar ein, welche vor dem Bankrott steht. Als sich ihr naiver Ehemann auf zwielichtige Geschäfte einlässt, die scheitern, beginnt er, seine Frau zu schlagen. In DAS TODESURTEIL (Mrityudand, 1997) wirft Regisseur Prakash Jha nicht nur einen scharfen Blick auf Korruption und Kastenvorurteile im ländlichen Indien, sondern hält insbesondere ein leidenschaftliches Plädoyer für den Kampf der Frauen um ihre Rechte.
Hrishikesh Mukherjee gilt in Indien als einer der klassischen Regisseure. Mit ANAND (1970) führte er ein neues Genre ein: Melodramen über Menschen, die von einer tödlichen Krankheit betroffen sind. Erzählt wird das Schicksal eines Mannes (Rajesh Khanna), der unheilbar an Krebs erkrankt, aber das Beste aus seinem verbleibenden Leben macht. In einer Nebenrolle sieht man den jungen Amitabh Bachchan, einen der kommenden indischen Superstars.
In GLÜCKSSPIEL (Baazi, 1951), Dutts erste Regiearbeit, die 2003 bei unserer Guru-Dutt-Retrospektive fehlte, ist Dev Anand als kleiner Spieler zu sehen, der sich mit dem zwielichtigen Besitzer des Star Club einlassen muss, um die medizinische Behandlung seiner Schwester bezahlen zu können. Mit dem visuellen Stil und seiner Zeichnung des Unterweltmilieus zeigt sich Glücksspiel deutlich von den amerikanischen Films noirs der 1940er Jahre beeinflusst. mehr
       
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  TRAVELLERS & MAGICIANS

DREAMING LHASA

10 FRAGEN AN DEN DALAI LAMA

DALAI LAMA RENAISSANCE

 

 

GLAUBE UND EXIL: TIBET IM FILM
Albert Knechtels und Thea Mohrs Porträt Der 14. DALAI LAMA. EIN LEBEN FÜR TIBET (2005) ist für alle, die mit der Person und Biografie des Dalai Lama wenig vertraut sind, aber auch für jene, die interessante Details über sein Leben erfahren wollen. Anlässlich dessen 70. Geburtstags nahmen die Filmemacher ein Interview mit dem geistigen Oberhaupt der Tibeter auf, ergänzend dazu erinnern sich Persönlichkeiten an Begegnungen mit ihm. Als Gast des Abends wird Thea Mohr erwartet.
Inspiriert von einer Kurzgeschichte des Japaners Kawabata und einer buddhistischen Fabel erzählt Khyentse Norbu in TRAVELLERS & MAGICIANS (Von Reisenden und Magiern, 2003) eine wunderschöne Geschichte über Fernweh und Selbstbesinnung: Ein junger Beamter aus Bhutan möchte nach Amerika auswandern und trifft auf seiner Reise nach Thimphu einen buddhistischen Mönch, einen verwitweten Reispapiermacher und dessen Tochter.
In magisch-poetischen Bildern fängt DREAMING LHASA (2005), der von Richard Gere produzierte Debütfilm der Regisseure Ritu Sarin und Tenzing Sonam, die Reise seiner Protagonisten ein, die sich auf den Weg des Zu-sich-selbst-Findens begeben: Karma, eine junge Amerikanerin tibetischer Abstammung, reist auf der Suche nach ihren Wurzeln ins indische Dharmshala und lernt dort den jungen Tibeter Dhondup kennen. Die Deutschland-Premiere wurde auf zahlreichen Festivals gezeigt und erhielt weltweite Aufmerksamkeit.
Der Filmemacher Rick Ray beschloss 2001 auf einer Reise durch Indien, den Dalai Lama in seinem Exil in Dharmshala zu besuchen. Er bekam die Erlaubnis, Seiner Heiligkeit zehn Fragen zu stellen. In den komplexen Antworten entsteht das Bild eines realitätsnahen und bescheidenen Mönchs, der die Hoffnung auf eine Wende nicht aufgegeben hat. Daneben zeigt 10 QUESTIONS FOR THE DALAI LAMA (10 Fragen an den Dalai Lama, 2007) seltenes Archivmaterial.Im Frühjahr 2000 trafen sich 40 Denker und Wissenschaftler in Dharamsala, um gemeinsam mit dem Dalai Lama einen interdisziplinären Dialog zu führen, der Antworten auf die globalen Probleme des neuen Jahrtausends geben sollte. Khashyar Darvich fängt in DALAI LAMA RENAISSANCE (2007) das Treiben auf der Konferenz unmaskiert ein. Das Schlusswort gehört dem „Ozean der Weisheit“, wie Dalai Lama übersetzt wird. mehr
   
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  SÃO PAULO, A SYMPHONIA DA METRÓPOLE   STADTSINFONIEN (2)
Beeinflusst von Cavalcanti und Ruttmann zeigen die beiden jungen Immigranten Rodolpho Rex Lustig und Adalberto Kemeny, in beeindruckenden Aufnahmen die sich dynamisch entwickelnde Großstadt São Paulo von 1927 bis 1929. AuchSÃO PAULO, A SYMPHONIA DA METRÓPOLE (São Paulo, die Symphonie der Metropole, 1929) ist chronologisch organisiert und bündelt das Material zu einzelnen thematischen Kapiteln. Unser Dank gilt der Cinemateca Brasileira in São Paulo, die uns die Kopie zur Verfügung stellt.
DIE STADT DER MILLIONEN. EIN LEBENSBILD BERLINS (1925) von Adolf Trotz war der erste programmfüllende Kulturfilm der Ufa über Berlin. Unter Einsatz aller zur Verfügung stehenden Mittel, auch von Trickaufnahmen und Spielfilmteilen, in denen historische Szenen nachgestellt werden, zeichnet er ein Gesamtbild der Millionenstadt und kann so als ein wichtiger Vorläufer der Stadtsinfonien angesehen werden. mehr
   
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  MEPHISTO

THE PIANO Das Piano

  KLASSIKER UND RARITÄTEN
Nach dem Roman von Klaus Mann, der darin seinen Schwager Gustaf Gründgens porträtierte, schildert István Szabó in seinem psychologisch differenzierten, Oscar-prämierten Meisterwerk MEPHISTO (1981) den Aufstieg des opportunistischen Theaterschauspielers Hendrik Höfgen (herausragend: Klaus Maria Brandauer) zum Intendanten der Berliner Staatsschauspiele in der Zeit des Nationalsozialismus.
Mitte des 19. Jahrhunderts wird die verwitwete und stumme Ada (Holly Hunter) in Neuseeland mit dem ihr fremden Alisdair Stewart (Sam Neill) verheiratet. Der wichtigste Gegenstand im Leben Adas ist ein Piano, das ihr neuer Gatte an seinen Nachbarn Baines (Harvey Keitel) verkauft. Jane Campions vielfach preisgekröntes Liebesdrama THE PIANO (Das Piano, 1993) besticht nicht zuletzt durch seine poetischen Bilder und die eindrucksvolle Musik von Michael Nyman.
Einen weiteren Klassiker sehen Sie mit DIE STADT DER MILLIONEN. EIN LEBENSBILD BERLINS (DE 1925) in der Reihe Stadtsinfonien, die Rarität BAAZI (Glücksspiel, 1951) zeigen wir in der Reihe Screening India. mehr
       
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  BERNHARD GRZIMEK - ZUM 100. GEBURTSTAG   BERNHARD GRZIMEK - ZUM 100. GEBURTSTAG
Die Galerieausstellung würdigt den legendären Frankfurter Zoodirektor, der das TV- und Kinopublikum über Generationen hinweg für Tiere und deren Schutz begeisterte. Präsentiert werden unter anderem zahlreiche Ausschnitte aus seinen Lang-, Kurz- und Fernsehfilmen, Fotografien von Dreharbeiten in Afrika sowie Film- und Fernsehpreise. Die Hommage entstand in Zusammenarbeit mit der Familie Grzimek, dem Zoo Frankfurt und dem Hessischen Rundfunk. mehr
       
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  CHARLIE UND DIE SCHOKOLADENFABRIK   KINDERKINO & KINDERATELIER
In Tim Burtons CHARLIE UND DIE SCHOKOLADENFABRIK (2005) startet der exzentrische Schokoladenfabrikant Willy Wonka eines Tages ein großes Preisausschreiben: Fünf in Schokoriegel versteckte Einladungskarten laden zur Besichtigung seiner Fabrik. Als sich für Charlie, seinen Großvater und vier weitere Kinder die Tore öffnen, betreten sie eine bunte und surreale Welt, die nicht nur süß sondern auch gar nicht ungefährlich ist. mehr

Vom 13. Juli bis 21. August sind Sommerferien in Hessen. Unsere Museumspädagogik bietet ein buntes Programm von Workshops – mit vielen Überraschungen. Mitmachen kann jeder ab zehn Jahren. Am ersten Wochenende nach den Ferien werden alle selbst gedrehten Filme in einer Premierenvorführung in unserem Kino gezeigt. Informationen und Anmeldung.

In unserem kinderatelier können Besucher am Wochenende optische Spielzeuge basteln oder selber einen kurzen Trickfilm animieren, der als Daumenkino mit nach Hause genommen werden kann. mehr
       
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  filmportal.de   NEUES AUF FILMPORTAL.DE
Neu im Kino: MARIA IHM SCHMECKT`S NICHT! (2008/2009)
Jan Weilers Roman war ein Überraschungserfolg auf dem deutschen Buchmarkt, nun bringt Regisseurin Neele Vollmar den humorvollen Bestseller "Maria, ihm schmeckt's nicht" auf die Kinoleinwand: Christian Ulmen spielt Jan, der die Halbitalienerin Sara (Mina Tander) heiraten will. mehr
Neu im Kino: HOTEL SAHARA (2008)
Nouadhibou in Mauretanien ist ein Ort, an dem ein seltsamer Dauerzustand des "Dazwischenseins" herrscht. Es ist die letzte Transitstation für Menschen aus Ghana, Kamerun, Togo, Nigeria und vielen anderen afrikanischen Ländern auf dem Weg in ein vermeintlich besseres Leben in Europa. mehr
Schauspielerin der Woche: Evelyn Hamann
Die meisten Zuschauer kennen sie vor allem als komödiantische Muse und langjährige Sketch-Partnerin von Loriot – und tatsächlich war Evelyn Hamann in dieser Rolle besonders brillant. Ob in "Ödipussi" oder als "Frau Hoppenstedt" beim Jodel-Diplom... mehr

       
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  Kinotermine im Deutschen Filmmuseum (Telefon 069 / 961 220 220)
   

 

Tagsüber

18 Uhr

20.30 Uhr

22.30 Uhr

06 Do

 

Klassiker & Raritäten
MEPHISTO (Dt.OF)

Glaube und Exil: Tibet im Film
DER 14. DALAI LAMA. EIN LEBEN FÜR TIBET (OF mit
dt. Overvoice)
zu Gast: Thea Mohr

 

07 Fr

14.30 Uhr: Kinderkino
CHARLIE UND DIE SCHOKOLADENFABRIK
FSK o. A., empfohlen ab 8 Jahren

Screening India
DAS TODESURTEIL (Hindi OmeU)

Die Cinemateca Brasileira präsentiert
Klassiker & Raritäten | Stadtsinfonien
SÃO PAULO, A SYMPHONIA DA METRÓPOLE (OmÜ)
Einf.: Christian Dähne, Klavier: Ulrich Rügner

Zu Tisch! Kino kulinarisch
BIG NIGHT (OmU)

08 Sa

16.00 Uhr: Glaube und Exil: Tibet im Film
TRAVELLERS & MAGICIANS (OmeU)

Klassiker & Raritäten
MEPHISTO (Dt.OF)

Zu Tisch! Kino kulinarisch
BIG NIGHT (OmU)

Glaube und Exil: Tibet im Film
DREAMING LHASA (OmeU)

09 So

16.00 Uhr: Kinderkino
CHARLIE UND DIE SCHOKOLADENFABRIK
FSK o. A., empfohlen ab 8 Jahren

Screening India
ANAND (Hindi OmeU)

Glaube und Exil: Tibet im Film
TRAVELLERS & MAGICIANS (OmeU)

 

10 Mo

 

Keine Vorstellung

Keine Vorstellung

 

11 Di

 

Klassiker & Raritäten
THE PIANO (OmU)
Einführung: Beate Dannhorn

Glaube und Exil: Tibet im Film
10 QUESTIONS FOR THE DALAI LAMA (OmU)

 

12 Mi

 

Klassiker & Raritäten | Screening India
GLÜCKSSPIEL (Hindi OmeU)

Zu Tisch! Kino kulinarisch
UNSER TÄGLICH BROT (dt.OmU)

 

13 Do

 

Klassiker & Raritäten | Stadtsinfonien
DIE STADT DER MILLIONEN. EIN LEBENSBILD BERLINS
Klavierbegleitung: Ulrich Rügner

Glaube und Exil: Tibet im Film
DALAI LAMA RENAISSANCE (OmU)

 

         
 

Alle Termine und Filmtexte finden Sie in unserem gedruckten Programmheft, das im Museum ausliegt und postalisch an Inhaber der Kinocard und Mitglieder unserer Freundeskreise verschickt wird. Wollen auch Sie das Programmheft jeden Monat frei Haus? mehr
Online finden Sie das Programm August (PDF / Flash) sowie die Kinotermine im Tabellarium August zum Ansehen und Ausdrucken.

Mit besten Grüßen vom Museumsufer
i.A. Horst Martin