DIF/DFM
 

Newsletter

26. Juni bis 1. Juli 2009

     
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Liebe Leserinnen und Leser,

am kommenden Mittwoch beginnt die 2. Französische Filmwoche mit Arnaud Desplechins UN CONTE DE NOËL, der beim Internationalen Festival in Cannes Premiere feierte. Zum zweiten Mal ist es uns in Kooperation mit dem Institut français Frankfurt und der Deutsch-Französischen Gesellschaft gelungen, ein hochwertiges Programm zusammenzustellen. Vom 1. bis 12. Juli erleben Sie aktuelles französisches Kino von Altmeistern und Newcomern, die Hommage widmet sich Isabelle Huppert und geht bis 31. Juli. Besonders freuen wir uns, dass die bedeutende Actrice als Gast im Gespräch mit Regisseur Werner Schroeter am Montag, 6. Juli die gemeinsamen Produktionen MALINA (DE/AT 1991) und DEUX (FR/DE/PL 2002) vorstellt.

Gäste haben wir am Dienstag in unserer mit Naxos – Kino im Theater veranstalteten Reihe Dokumentarfilm & Gespräch: Im Anschluss an Sigrid Faltins LA PALOMA (2007) sprechen die Regisseurin und Enrico Leube (Ton) mit dem Publikum.

Information & Ticketreservierung unter: 069 - 961 220 220

www.deutschesfilmmuseum.de

 

INHALT

Stadtsinfonien
Samstagsfilme
Javier Bardem
2. Französiche Filmwoche
Dokumentarfilm & Gespräch
Klassiker und Raritäten
Bernhard Grzimek - Zum 100. Geburtstag
H.R. Giger. Kunst · Design · Film
Kinderkino & Kinderatelier
Neues auf filmportal.de
Kinoprogramm zum Ausdrucken
Museumspädagogik

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Online-Shop

         
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  REGEN

BERLIN: SINFONIE EINER GROSSSTADT

  STADTSINFONIEN
Nicht selten werden die streng thematischen und formalen Muster der Stadtsinfonien von einem poetischen Grundzug überformt, etwa bei Joris Ivens’ REGEN (1929), einer Dokumentation der Atmosphäre während eines Regenschauers in Amsterdam.
Nach Beginn der Tonfilmzeit fand das Genre der Stadtsinfonien ein gelegentliches Echo im Bereich des kurzen Kultur-, Werbe- und Reportagefilms, in dem passagenweise das avantgardistische Formenrepertoire überlebte. In zwei Programmen zeigen wir Filme von Andor von Barsy, Walther Ruttmann, Eugen York, Arne Sucksdorff, Frank Stauffacher, Herman van der Horst, Herbert Vesely und Jørgen Roos.
Thomas Schadt bezieht sich ganz explizit auf Ruttmann, schon im Titel seines Films BERLIN: SINFONIE EINER GROSSSTADT von 2002. 75 Jahre nach Ruttmann macht er sich erneut daran, in sinfonischer Form aus Einzelbeobachtungen und Momentaufnahmen einen Tagesablauf in Berlin filmisch zu kondensieren. mehr
Auch unsere neue Reihe Samstagsfilme, kuratiert von Anja Czioska, beschäftigt sich in diesem Monat mit dem Genre.
       
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  Anja Czioska   SAMSTAGSFILME
Die Künstlerin Anja Czioska präsentiert fünf Kurzfilme des US-Amerikaners Dominic Angerame aus seiner Serie „City Sinfonies“. Czioska schreibt: „seit den 60er jahren produziert der filmemacher, theoretiker und avantgarde-aktivist dominic angerame filme, die aus einer symbiose von dokumentation und poesie eine ästhetische allianz aus realität und fiktion eingehen. durch seine doppel- und dreifach-belichtungen und die präzise schnitttechnik des filmmaterials führt er uns in seine ganz eigene konstruierte welt.“ mehr
       
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  LOVE IN THE TIME OF CHOLERA Die Liebe in den Zeiten der Cholera

VICKY CRISTINA BARCELONA

NO COUNTRY FOR OLD MEN

 

 

JAVIER BARDEM
Milos Forman wendet sich in seinem Historienfilm LOS FANTASMAS DE GOYA / GOYA’S GHOSTS (2006) einem Künstler und gesellschaftlichen Außenseiter zu. Bardem gibt den ehrgeizigen jungen Mönch Lorenzo, der im Auftrag der Inquisition den Hofmaler beschattet, eine Kaufmannstochter (Natalie Portman) missbraucht und in Frankreich zum Atheisten bekehrt wird - ein klassischer Wendehals in Zeiten sich ablösender Ideologien.
In Woody Allens spritziger Komödie VICKY CRISTINA BARCELONA (2008) spielt Bardem unwiderstehlich geistreich, kultiviert und charmant den Hahn im Korb: Die Amerikanerinnen Vicky (Rebecca Hall) und Cristina (Scarlett Johansson) lernen in Barcelona den Maler Juan Antonio (Bardem) kennen, der sie auf seine Hazienda einlädt. Als dessen psychotische Ex-Frau Maria (Penelope Cruz) dazu stößt, entwickelt sich ein chaotischer und leidenschaftlicher Liebesreigen.
In der mit vier Oscars prämierten Ballade NO COUNTRY FOR OLD MEN (USA 2007) der Coen-Brüder agiert Bardem als einer der ungewöhnlichsten Killer der Filmgeschichte: Nach dem zufälligen Fund von zwei Millionen Dollar am Schauplatz eines Massakers in der texanischen Wüste wird der Jäger Llewelyn Moss (Josh Brolin) selbst zum Gejagten, an dessen Spur sich der mysteriöse Killer heftet, dem wiederum ein alternder Sheriff (Tommy Lee Jones) folgt.In LOVE IN THE TIME OF CHOLERA (Die Liebe in den Zeiten der Cholera, 2007), der Verfilmung des gleichnamigen Erfolgsromans von Gabriel Garcia Marques, spielt ein internationales Starensemble. Bardem verkörpert darin – mit  Feinsinnigkeit und Melancholie - den älteren Florentino, der zum Frauenheld und Besitzer einer Schiffsgesellschaft aufsteigt aber über 53 Jahre warten muss, bis er seine Liebe Fermina erneut um ihre Hand bitten darf. mehr
   
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  UN CONTE DE NOËL   2. FRANZÖSICHE FILMWOCHE
In Arnaud Desplechins Cannes-Teilnehmer UN CONTE DE NOËL (A Christmas Tale, 2008) beweisen einige der besten französischen Schauspieler ihr Können:   Die Freude über das weihnachtliche Beisammensein findet ein jähes Ende durch die Nachricht der Gastgeberin Junon (Catherine Deneuve), dass sie an Leukämie erkrankt ist. Als Spender kommen nur ihr fragiler Enkel und ihr Sohn (Mathieu Amalric) in Frage, doch gerade die Beziehung zu ihm ist sehr belastet. mehr
   
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  LA PALOMA (2007)   DOKUMENTARFILM & GESPRÄCH
„La Paloma” wurde vor über 150 Jahren auf Kuba komponiert und gilt mittlerweile als das meistgespielte Lied der Welt, von dem schätzungsweise 4000 Versionen existieren sollen. In dem Dokumentarfilm LA PALOMA (2007) folgt Regisseurin Sigrid Faltin dem Schlager auf seiner Reise um die Welt und erzählt von seiner erstaunlichen Geschichte. Zu Wort kommen neben Kalle Laar, Sammler und Herausgeber von bisher fünf „La Paloma”-CD-Kompilationen, auch verschiedene Musiker -  die nicht nur Anekdoten sondern natürlich ihre jeweils eigene Version beisteuern. mehr
   
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  BIG WEDNESDAY

THEMROC (1973)

THE ENDLESS SUMMER 2

  KLASSIKER UND RARITÄTEN
BIG WEDNESDAY (Tag der Entscheidung, 1978) von John Milius ist die Geschichte der drei jungen, höchst unterschiedlichen Freunde Matt, Jack und Leroy, deren Leidenschaft zum Surfen sie verbindet. Jeder für sich erfährt die Härten und Freuden des Lebens, des Erwachsenseins und der Liebe. Der Film gilt als einer der authentischsten und besten über den Surfsport, auch dank der Mitwirkung vieler Surfweltmeister.
Begleitend zur Galerieausstellung Bernhard Grzimek – zum 100. Geburtstag und anlässlich des 50-jährigen Uraufführungsjubiläums präsentieren wir SERENGETI DARF NICHT STERBEN (1959). Bernhard und Michael Grzimeks bahnbrechende und weltweit erfolgreiche Dokumentation erhielt die höchste Auszeichnung der Filmbranche: den Academy Award. Es war der erste „Oscar“, der nach dem Zweiten Weltkrieg an eine deutsche Produktion verliehen wurde – und bis heute der einzige Oscar für einen Tierfilm.
Claude Faraldos THEMROC (1973) liest sich wie die satirische Anleitung zur Errichtung einer anarchistisch-ursprünglichen Utopie: Der Anstreicher Themroc (Michel Piccoli) reißt sich die Kleider vom Leib und funktioniert sein Wohnung zur Höhle um. Sein radikales Beispiel macht Schule, und Paris löst sich aus den Fängen der menschenfeindlichen Bürgerlichkeit. „Michel Piccolli grummelt, schreit, röhrt, grunzt, knurrt und grölt sich bewundernswert durch den sprachlosen Film“, schrieb Die Zeit. mehr
In den 1960er Jahren folgte Bruce Brown den Surfern Robert August und Mike Hynson auf der Suche nach der perfekten Welle – THE ENDLESS SUMMER (1964) genießt bis heute Kult- Status und gilt als Meilenstein des Genres. 30 Jahre danach drehte Brown mit THE ENDLESS SUMMER 2 (1994) eine Fortsetzung und genau wie damals begleitet er zwei Surfer, Pat O‘Connell und Robert „Wingnut” Weaver, an die schönsten Surf-Strände der Welt. mehr
   
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  BERNHARD GRZIMEK - ZUM 100. GEBURTSTAG   BERNHARD GRZIMEK - ZUM 100. GEBURTSTAG
Die Galerieausstellung würdigt den legendären Frankfurter Zoodirektor, der das TV- und Kinopublikum über Generationen hinweg für Tiere und deren Schutz begeisterte. Präsentiert werden unter anderem zahlreiche Ausschnitte aus seinen Lang-, Kurz- und Fernsehfilmen, Fotografien von Dreharbeiten in Afrika sowie Film- und Fernsehpreise. Die Hommage entstand in Zusammenarbeit mit der Familie Grzimek, dem Zoo Frankfurt und dem Hessischen Rundfunk. mehr
       
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  H.R. Giger. Kunst - Design - Film   H.R. GIGER. KUNST · DESIGN · FILM
Unsere Sonderausstellung vereint erstmals wichtige, filmbezogene Werke des Schweizer Künstlers und Filmdesigners – neben 35 Original-Gemälden sind auch faszinierende Skulpturen sowie spannende Filmtrick-Requisiten und Kostümteile zu sehen. mehr
Der Katalog zur Ausstellung und seltene Plakate, Grafiken und Bilder, zum Teil handsigniert, werden an der Museumskasse und im Online-Shop angeboten.
       
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  DIE STORY VON MONTY SPINNERRATZ (1996/97)   KINDERKINO & KINDERATELIER

DIE STORY VON MONTY SPINNERRATZ (1996/97) wurde als erste Geschichte der Augsburger-Puppenkiste für das Kino umgesetzt. In einer Mischung aus Marionetten- und Realfilm erleben wir das Abenteuer der New Yorker Hafenratte Monty: Als der Immobilienspekulant Dollart ein Parkhaus im Hafen bauen will, sollen alle Ratten mit Gift vertrieben werden. Der junge Rattenmann will Familie und Freunde vor dem Gift retten und das Rattenmädchen Isabella für sich gewinnen. mehr

Vom 13. Juli bis 21. August sind Sommerferien in Hessen. Unsere Museumspädagogik bietet ein buntes Programm von Workshops – mit vielen Überraschungen. Mitmachen kann jeder ab zehn Jahren. Am ersten Wochenende nach den Ferien werden alle selbst gedrehten Filme in einer Premierenvorführung in unserem Kino gezeigt. Informationen und Anmeldung.

In unserem kinderatelier können Besucher am Wochenende optische Spielzeuge basteln oder selber einen kurzen Trickfilm animieren, der als Daumenkino mit nach Hause genommen werden kann. mehr
       
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  filmportal.de   NEUES AUF FILMPORTAL.DE
Neu im Kino: SCHATTENWELT (2008)
Franziska Petri und Ulrich Noethen spielen die Hauptrollen in Connie Walthers mutigem Film "Schattenwelt", der das Thema Terrorismus von der Opferseite beleuchtet... mehr
Neu im Kino: AUF DER SUCHE NACH DEM GEDÄCHTNIS (2007/2008)
Eric Kandel gilt als einer der bedeutendsten Hirnforscher des 20. Jahrhunderts. Die neurolgischen Grundlagen unserer Lern- und Erinnerungsprozesse zu erklären, ist dabei bis heute Kern seiner wissenschaftlichen Arbeit. mehr
Schauspieler der Woche: Peter Lorre
Vor 105 Jahren, am 26. Juni 1904, wurde Peter Lorre geboren, und als einer der eindrucksvollsten und wandlungsfähigsten Charakterdarsteller des Kinos bleibt er unvergessen. mehr

       
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  Kinotermine im Deutschen Filmmuseum (Telefon 069 / 961 220 220)
   

 

Tagsüber

18 Uhr

20.30 Uhr

22.30 Uhr

25 Do

 

Klassiker & Raritäten
BIG WEDNESDAY (OF)

Stadtsinfonien
REGEN (OF), HOOGSTRAAT (OF), KLEINER FILM EINER GROßEN STADT … DER STADT DÜSSELDORF, u.a. Einf.: Chris Dähne

 

26 Fr

14.30 Uhr Kinderkino
DIE STORY VON MONTY SPINNERRATZ

Stadtsinfonien
ROTTERDAM (OF), DIE STADT, DÜSSELDORF – MODISCH, HEITER, IM WIND VERSPIELT, EN BY VED NAVN KØBENHAVN (OF), u.a.

Javier Bardem
VICKY CRISTINA BARCELONA (OmU)

Javier Bardem
GOYA’S GHOSTS (span. OmU)

27 Sa

 

Klassiker & Raritäten | Bernhard Grzimek
SERENGETI DARF NICHT STERBEN

20.00 Uhr: Javier Bardem
NO COUNTRY FOR OLD MEN (OmU)

Samstagsfilme | Stadtsinfonien
CONTINUUM, DECONSTRUCTION SIGHT, PREMONITION, IN THE COURSE OF HUMAN EVENTS (alle OF), u.a.

28 So

16.00 Uhr Kinderkino
DIE STORY VON MONTY SPINNERRATZ

Javier Bardem
LOVE IN THE TIME OF CHOLERA (span. OmU)

Stadtsinfonien
BERLIN: SINFONIE EINER GROßSTADT

 

29 Mo

 

Keine Vorstellung!

Keine Vorstellung!

 

30 Di

 

Klassiker & Raritäten
THEMROC (o.D.)

20.00 Uhr Dokumentarfilm & Gespräch
LA PALOMA (OmU)
Im Gespräch: Sigrid Faltin und Enrico Leube

 

01 Mi

 

Klassiker & Raritäten
THE ENDLESS SUMMER 2 (OF)
Einführung: Kirstin Krost

20.00 Uhr: Französische Filmwoche
UN CONTE DE NOËL (OmeU)

 

         
 

Alle Termine und Filmtexte finden Sie in unserem gedruckten Programmheft, das im Museum ausliegt und postalisch an Inhaber der Kinocard und Mitglieder unserer Freundeskreise verschickt wird. Wollen auch Sie das Programmheft jeden Monat frei Haus? mehr
Online finden Sie das Programm Juni (PDF / Flash) und Juli (PDF / Flash) sowie die Kinotermine im Tabellarium Juni und Tabellarium Juli zum Ansehen und Ausdrucken.

Mit besten Grüßen vom Museumsufer
i.A. Horst Martin