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21. bis 28. Mai 2009

     
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Liebe Leserinnen und Leser,

„Kinosaal statt Klassenzimmer“ heißt es vom kommenden Freitag bis zum 31. Mai beim französischen Jugendfilmfestival Cinéfête 9. „Freundschaft“ lautet das Motto des Programms, das wie jedes Jahr qualitativ hochwertige und spannende Filme in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln für alle Altersgruppen anbietet – in Schul- und Abendvorstellungen. In der ersten Abendvorstellung läuft der in Cannes ausgezeichnete Animationsfilm PERSEPOLIS (2007).

Für die 32. Ausgabe unseres Internationalen Kinderfilmfestivals LUCAS suchen wir noch ein Jury-Kind. Wer zwischen neun und dreizehn Jahre alt ist und mit anderen Kindern und Erwachsenen in der Festival-Jury mitarbeiten möchte, kann sich bis zum 19. Juni bewerben. hier

Am morgigen Donnerstag (Christi Himmelfahrt) sind unsere Ausstellungen von 10 bis 19 Uhr geöffnet.
Information & Ticketreservierung unter: 069 - 961 220 220

www.deutschesfilmmuseum.de

 

INHALT

Hommage an Audrey Hepburn
Bridges and Disengagements - Amos Gitai
Klassiker und Raritäten
Cinéfête 9
Bernhard Grzimek - Zum 100. Geburtstag
H.R. Giger. Kunst · Design · Film
Kinderkino & Kinderatelier
Neues auf filmportal.de
Kinoprogramm zum Ausdrucken
Museumspädagogik

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Online-Shop

         
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CHARADE

WAR AND PEACE Krieg und Frieden

MY FAIR LADY

WAIT UNTIL DARK Warte, bis es dunkel ist

ALWAYS

  HOMMAGE AN AUDREY HEPBURN
Die hübsche Witwe Regina Lampert (Audrey Hepburn) wird von drei Gangstern bedroht, die auf der Suche nach dem Geld ihres verstorbenen kriminellen Gatten sind. CHARADE (1963), bei dem Stanley Donen Regie führte, gilt als der beste „Hitchcock“, der nicht von Hitchcock gedreht wurde. Cary Grant soll nach Abschluss der Dreharbeiten gesagt haben, er wünsche sich als Weihnachtsgeschenk einen weiteren Film mit Audrey Hepburn.
Zweifellos wird Audrey Hepburn mit keinem anderen Film so stark identifiziert wie mit BREAKFAST AT TIFFANY’S (Frühstück bei Tiffany, 1961). In der Verfilmung von Truman Capotes Roman verkörpert sie das New Yorker Partygirl Holly Golightly, das sich einen reichen Mann angeln möchte. Unvergesslich auch der Soundtrack – mit „Moon River“ - von Henry Mancini.
In WAR AND PEACE (Krieg und Frieden, 1956), nach dem gleichnamigen Roman von Tolstoij, werden die Ereignisse während der Zeit der Napoleonischen Kriege aus der Sicht der jungen Natasha Rostova (Audrey Hepburn), Tochter  einer russischen Familie, geschildert. „Audrey Hepburn ist Natasha. Sie kommt direkt aus dem Buch. Ich kenne keine andere Schauspielerin, die diese Rolle hätte spielen können“, so Regisseur King Vidor.
Mit MY FAIR LADY (1964) drehte George Cukor eines der besten und erfolgreichsten Filmmusicals überhaupt: Ein sarkastischer Sprachprofessor (Rex Harrison) versucht im Rahmen einer Wette das selbstbewusste, vorlaute  Blumenmädchen Eliza Doolittle (Audrey Hepburn) zur Dame zu erziehen. Die berühmten Songs und fabelhaften Darstellerleistungen tragen zu einem großen Kinoerlebnis bei.
Terence Youngs WAIT UNTIL DARK (Warte, bis es dunkel ist, 1967) war Hepburns letzter Film vor ihrer fast zehnjährige Kinder-Pause: Auf der Suche nach einer mit Heroin gefüllten Puppe terrorisieren drei Männer die blinde Susie Hendrix; sie erfinden eine Geschichte über ihren abwesenden Ehemann, der sie jedoch bald zu misstrauen beginnt. Von unglaublicher Spannung sind die letzten Minuten des Films, die in völliger Dunkelheit spielen.
In Steven Spielbergs ALWAYS (1989) hat Audrey Hepburn ihren letzten Auftritt vor einer Filmkamera: Sie ist der gute Geist eines Piloten (Richard Dreyfuß), der ums Leben kommt und als unsichtbarer Helfer auf die Erde zurückkehren darf. Hepburn sagte über ihre Rolle: „Niemand wusste, was ich war, nicht einmal Steven Spielberg. Ich würde sagen, ich war mehr ein Geist als alles andere, aber nichts Außerirdisches. Ich war es nur, in einem alten Pullover.“ mehr
       
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  AMOS GITAI

FREE ZONE

DISENGAGEMENT Trennung

BERLIN-JERUSALEM

  BRIDGES AND DISENGAGEMENTS - AMOS GITAI
In FREE ZONE (2005) kreuzen sich in der „Free Zone“ zwischen Syrien, Jordanien und Israel die Wege von drei Frauen, einer Amerikanerin, einer Israelin und einer Palästinenserin: Rebecca, die seit einigen Monaten in Jerusalem lebt, steigt in das Taxi von Hanna, die auf dem Weg nach Jordanien in die „Free Zone“ ist, um dort eine geschäftliche Angelegenheit zu regeln. Die gemeinsame Fahrt wird zur Odyssee.
DISENGAGEMENT (Trennung, 2008) spielt 2005 während der Räumung israelischer Siedlungen im Gazastreifen. Ana kehrt mit ihrem Stiefbruder aus Frankreich nach Israel zurück, um ihre Tochter zu suchen, die sie 20 Jahre zuvor zur Adoption freigegeben hat. Beim Überschreiten der Grenzen geraten beide in Tumulte und werden Zeugen von Trennungen, Abschieden und menschlichen Tragödien.
BERLIN-JERUSALEM (1989) ist die Geschichte einer gescheiterten Utopie. Sie verknüpft die Biografien zweier Frauen, der expressionistischen Berliner Dichterin Else Lasker-Schüler und der russischen Sozialrevolutionärin Mania Shochat, die in den 1930er Jahren nach Israel ausgewandert ist. Beide sind auf der Suche nach dem Heiligen Land, einem mythischen Ort, den sie in Jersusalem zu finden glauben.
1992 wird in Wuppertal ein Mann, der sich als Jude ausgibt, von zwei Skinheads grausam ermordet.
In DANS LA VALLÉE DE LA WUPPER (Im Tal der Wupper, 1993) folgt Amos Gitai den Spuren dieser Tat und befragt Zeugen, Anwohner und die Beteiligten der Gerichtsverhandlung. Dabei treten die Täter und das Opfer nicht direkt in Erscheinung, doch wird durch das Verschwinden der unmittelbar Beteiligten ein historischer Bezug sichtbar.
Ins heutige Paris verlagert, basiert GOLEM, L’ESPRIT DE L’EXIL (Golem, der Geist des Exils, 1991) auf dem Buch „Ruth“, weiteren biblischen Texten sowie der jüdischen Legende des Golems. Der Golem (Hanna Schygulla), von spanischen Kabalisten aus Lehm und Ton erschaffen, hat den Auftrag, den Exilanten und Herumziehenden zu helfen. Er begleitet Naomi und ihre Familie, eine Familie, die nirgends zuhause ist, in das Land Moab. mehr
       
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  RAGING BULL Wie ein wilder Stier

 

 

KLASSIKER UND RARITÄTEN
Wie schon Stanley Kubrick in DAY OF THE FIGHT und in KILLER´S KISS, so „trainierte“ auch Martin Scorsese in RAGING BULL (1980) seine Kamera für die erbarmungslosen Kampfszenen im Ring. Erzählt wird die Geschichte des Boxers Jake La Motta, der von 1949 bis 1951 Weltmeister im Mittelgewicht war. Es ist die beklemmende Charakterstudie eines selbstzerstörerischen Menschen.
Mit François Truffauts LES QUATRE CENTS COUPS (Sie küssten und sie schlugen ihn, 1959) können Sie im Rahmen des Festivalprogramms von Cinéfête einen weiteren, mehrfach ausgezeichneten Klassiker erleben. mehr
   
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  PERSEPOLIS   CINÉFÊTE 9
Nach ihrem gleichnamigen Comic drehte Marjane Satrapi zusammen mit Vincent Paronnaud die in Cannes ausgezeichnete Animation PERSEPOLIS (2007). Darin schildert Marjane, wie sie nach der islamischen Revolution im Iran ein Klima der Unterdrückung und der Unfreiheit erlebte. Als ihr Onkel ermordet wird, schicken ihre Eltern sie nach Österreich zur Schule.
Immer wieder ein besonderes Kinoerlebnis bietet LES QUATRE CENTS COUPS (Sie küssten und sie schlugen ihn, 1959), der inzwischen legendäre, mehrfach ausgezeichnete Erstlingsfilm von François Truffaut: In poetisch-melancholischen Bildern wird aus der Jugend Antoine Doinels erzählt, dessen Eltern ihn vernachlässigen und der deshalb ständig ins Kino geht oder sich in Paris herumtreibt. mehr
   
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  BERNHARD GRZIMEK - ZUM 100. GEBURTSTAG   BERNHARD GRZIMEK - ZUM 100. GEBURTSTAG
Die Galerieausstellung würdigt den legendären Frankfurter Zoodirektor, der das TV- und Kinopublikum über Generationen hinweg für Tiere und deren Schutz begeisterte. Präsentiert werden unter anderem der legendäre Pullover, den Grzimek in seiner über Jahrzehnte hinweg erfolgreichen Ein Platz für Tiere trug, zahlreiche Ausschnitte aus seinen Lang-, Kurz- und Fernsehfilmen, Fotografien von Dreharbeiten in Afrika  sowie Film- und Fernsehpreise. Die Hommage entstand in Zusammenarbeit mit der Familie Grzimek, dem Zoo Frankfurt und dem Hessischen Rundfunk. mehr
       
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  H.R. Giger. Kunst - Design - Film   H.R. GIGER. KUNST · DESIGN · FILM
Unsere Sonderausstellung, die bis zum 26. Juli verlängert wurde, vereint erstmals wichtige, filmbezogene Werke des Schweizers Künstlers und Filmdesigners – neben 35 Original-Gemälden sind auch faszinierende Skulpturen sowie spannende Filmtrick-Requisiten und Kostümteile zu sehen. mehr
Der Katalog zur Ausstellung und seltene Plakate, Grafiken und Bilder, zum Teil handsigniert, werden an der Museumskasse und im Online-Shop angeboten.
       
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  GILLES

Welche Erfindung fehlt mir noch? – Führung und Trickfilmworkshop

  KINDERKINO & KINDERATELIER
Beidfüßig spielen! Das hat Vater Bert seinem zwölfjährigen Sohn GILLES (2005) beim Fußballtraining immer wieder gepredigt. Als Bert plötzlich stirbt, trauert Gilles nicht nur um seinen Vater, sondern zweifelt auch an seinem Können als Fußballer. Ausgezeichnet mit dem Hauptpreis des Kinderfilmfestivals Schlingel in Chemnitz 2006, dem Preis für den besten Hauptdarsteller und dem Europäischen Kinderfilmpreis. mehr

Begleitend zur Ausstellung Dem Ingenieur ist nichts zu schwör! – Die Erfindungen des Daniel Düsentrieb im Museum für Kommunikation Frankfurt können Gruppen mit Kindern ab 8 Jahren an einer Führung in Kombination mit einem Trickfilmworkshop teilnehmen – um in einem Animationsfilm zu zeigen, wie die eigene Erfindung funktioniert. (Anmeldung für Gruppen unter: 0 69 / 6 06 03 10).

Im unserem kinderatelier können große und kleine Besucher am Wochenende optische Spielzeuge basteln oder selber einen kurzen Trickfilm animieren, der als Daumenkino mit nach Hause genommen werden kann. mehr

       
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  filmportal.de   NEUES AUF FILMPORTAL.DE (ab Do 21. Mai)
Neu im Kino: DIE SCHIMMELREITER (2008)
"Ich bin ein glühender Verehrer der frühen Detlev-Buck-Filme", sagt Regisseur Lars Jessen mit Blick auf seinen neuen Film "Die Schimmelreiter". Tatsächlich erinnert die Satire, angesiedelt in der norddeutschen Provinz, mit ihren skurrilen Charakteren und ihrem schrulligen Charme an Buck-Werke wie "Karniggels". mehr
Neu auf DVD: F.P. 1 ANTWORTET NICHT (1932)
Anfang der 1930er waren Ingenieure die neuen Helden des deutschen Kinos, technische Großleistungen der Stoff, aus dem die Träume der Filmemacher waren. Die in gleich drei Sprachversionen – deutsch, englisch und französisch – realisierte Technik-Utopie "F.P. 1 antwortet nicht", nach einem Roman von Kurt Siodmak, war zweifellos der aufwändigste Film dieser Art. mehr
Regisseur der Woche: Reinhard Hauff
Seit fast 20 Jahren hat er keinen Film mehr inszeniert, widmete sich stattdessen mit großem Erfolg der Nachwuchsförderung und war bis 2005 Direktor der Deutschen Film- und Fernsehakademie (dffb) in Berlin. mehr

       
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  Kinotermine im Deutschen Filmmuseum (Telefon 069 / 961 220 220)
   

 

Tagsüber

18 Uhr

20.30 Uhr

22.30 Uhr

21 Do

 

Klassiker & Raritäten | Hommage an Audrey Hepburn
CHARADE (DF)

Hommage an Audrey Hepburn
BREAKFAST AT TIFFANY’S (OF)

 

22 Fr

14.30 Uhr: Kinderkino
GILLES
FSK ab 6, empfohlen ab 10 Jahren

16.30 Uhr: Hommage an Audrey Hepburn
WAR AND PEACE (OF)

Bridges and Disengagements – Amos Gitai
FREE ZONE (OmeU)

Cinéfête
PERSEPOLIS (OmU)

23 Sa

 

17.00 Uhr: Klassiker & Raritäten | Hommage an Audrey Hepburn
MY FAIR LADY (OF)

Klassiker & Raritäten | Hommage an Audrey Hepburn
CHARADE (DF)

Bridges and Disengagements – Amos Gitai
DISENGAGEMENT (DF)

24 So

16.00 Uhr: Kinderkino
GILLES
FSK ab 6, empfohlen ab 10 Jahren

Bridges and Disengagements – Amos Gitai
BERLIN-JERUSALEM (OmeU)

Hommage an Audrey Hepburn
WAIT UNTIL DARK (OF)

 

25 Mo

 

Keine Vorstellung!

Keine Vorstellung!

 

26 Di

 

Klassiker & Raritäten | Cinéfête
LES QUATRE CENTS COUPS (OmU)
Einführung: Uschi Rühle

Bridges and Disengagements – Amos Gitai
DANS LE VALLEE DE LA WUPPER (DF)

 

27 Mi

 

Klassiker & Raritäten | Hommage an Audrey Hepburn
WAIT UNTIL DARK (OF)
Einf.: Patrick Seyboth

Bridges and Disengagements – Amos Gitai
GOLEM, L’ESPRIT DE L’EXIL (OmU)

 

28 Do

 

Klassiker & Raritäten
RAGING BULL (OF)
Einf.: Stefan Adrian

Hommage an Audrey Hepburn
ALWAYS (OF)

 

         
 

Alle Termine und Filmtexte finden Sie in unserem gedruckten Programmheft, das im Museum ausliegt und postalisch an Inhaber der Kinocard und Mitglieder unserer Freundeskreise verschickt wird. Wollen auch Sie das Programmheft jeden Monat frei Haus? mehr
Online finden Sie das Programm Mai (PDF / Flash) sowie die Kinotermine im Tabellarium Mai zum Ansehen und Ausdrucken.

Mit besten Grüßen vom Museumsufer
i.A. Horst Martin