DIF/DFM
 

Newsletter

19. bis 26. März 2009

     
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Liebe Leserinnen und Leser,

unsere Archive verwahren vielfältige Objekte und Materialien zu allen Aspekten des Films und seiner Geschichte. Einmal im Monat stellt die Archiv-Führung spezielle Sammlungen oder Bereiche vor, als nächstes geht es am kommenden Donnerstag, 26. März in das Gerätearchiv. Mehr als 2500 Objekte dokumentieren die Technikgeschichte des Films und seiner Vorläufer. Für die Führung Schätze des Gerätearchivs mit Thomas Worschech ist eine Anmeldung erforderlich. mehr

Am Samstag (14.30 Uhr) können Sie in unserer Dauerausstellung Zeuge einer der faszinierendsten kulturellen Eigenheiten im Weltkino werden: einer Benshi-Vorführung. Benshis sind japanische Kinoerzähler, die Stummfilme ähnlich eines Hörspiels synchronisieren. Der Eintritt ist im Preis für die Dauerausstellung enthalten. mehr

Zweimal Film und Gespräch heißt es in den kommenden Tagen: Die Reihe Sinn & Suche - Glaube in der Projektion endet mit dem Publikumserfolg BROKEN SILENCE (Schweiz 1996), bei Kino & Couch läuft CHE HORA È (Wie spät ist es, 1989).

Information & Ticketreservierung unter: 069 - 961 220 220

www.deutschesfilmmuseum.de

 

INHALT

Kino und Couch – Vaterbilder
Sinn & Suche
Gérard Depardieu zum 60. Geburtstag
H.R. Giger. Kunst · Design · Film
Deutsche Werbefilmraritäten aus 40 Jahren
Klassiker & Raritäten
Lost Media: FOUND
Benshi-Vorführung
Kinderatelier
Neues auf filmportal.de
Kinoprogramm zum Ausdrucken
Museumspädagogik

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Online-Shop

         
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  CHE HORA È   KINO UND COUCH – VATERBILDER
In CHE HORA È (Wie spät ist es, 1989) erzählt Ettore Scola von einem Vater (Marcello Mastroianni) und seinem erwachsenen Sohn, die einen halben Nachmittag und eine halbe Nacht miteinander verbringen und deren Beziehung von zärtlicher Nähe bis zu demonstrativer Abgrenzung reicht.
Im Anschluss sprechen Jörg Scharff (Psychoanalytiker) und Karsten Visarius (Filmwissenschaftler) über das Verhältnis von Vater und Sohn. mehr
       
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  BROKEN SILENCE

 

 

SINN UND SUCHE - GLAUBE IN DER PROJEKTION
Der film-dienst schreibt über Wolfgang Panzers Low-Budget-Produktion BROKEN SILENCE (Schweiz 1996): „Ein erzähltechnisch wie inhaltlich außergewöhnlicher Film um kulturelle wie spirituelle Daseinserfahrungen, der zahlreiche geistige und weltliche (Existenz-)Fragen anspricht“. Der Schweizer Kartäusermönch Fried Adelphi beichtet darin einem Geistlichen in New York die Geschichte seiner Odyssee durch Indien. mehr
   
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  CYRANO DE BERGERAC

GREEN CARD Scheinehe mit Hindernissen

ASTERIX ET OBELIX CONTRE CESAR Asterix und Obelix gegen Caesar

  GÉRARD DEPARDIEU ZUM 60. GEBURTSTAG
CYRANO DE BERGERAC (1990) brachte Depardieu eine Oscar-Nominierung und den Darstellerpreis bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes. Nach dem Theaterstück von Edmond Rostand geht es um die Liebe eines – mit einer großen Nase gestraften – Dichters zu seiner schönen Cousine.
Die gelangweilte Nelly trennt sich von ihrem langjährigen Partner, einem Werbeberater, und verfällt dem ehemaligen Häftling und Hilfsarbeiter LOULOU (1980). Einmal mehr spielt Depardieu seine Paraderolle: den nonkonformistischen, impulsiven, körperlich präsenten „Misfit“.
Für seine großartige Darstellung eines französischen Kellners in Peter Weirs Screwball-Komödie GREEN CARD (1990), Depardieus erstem englischsprachigen Film, erhielt er einen Golden Globe: Um die ersehnte Aufenthaltserlaubnis für die USA zu erhalten, geht George eine Zweckehe mit der jungen Amerikanerin Bronte (Andie MacDowelI) ein.
Alain Resnais’ MON ONCLE D‘AMÉRIQUE (1980), mit dem Großen Preis der Jury in Cannes ausgezeichnet, verknüpft drei Schicksale zu einem kunstvollen, fantasievollen Ganzen: Ein entlassener Nachrichtenredakteur versucht sich als Schriftsteller, seine Geliebte als Schauspielerin; und der ehrgeizige Sohn einer Bauernfamilie (Gérard Depardieu) droht als Leiter einer Fabrik zu scheitern.
Mit Claude Zidis ASTÉRIX ET OBÉLIX CONTRE CÉSAR (Asterix und Obelix gegen Caesar, 1999) entstand der erste Realfilm nach dem berühmten Comic von René Goscinny und Albert Uderzo. Gérard Depardieu spielt darin den Wildschwein-Gourmet und Hinkelstein-Lieferanten Obelix.
François Truffauts LE DERNIER MÉTRO (Die letzte Metro, 1980) ist ein über das Verhältnis von Kunst und Leben reflektierendes Meisterwerk: Der jüdische Regisseur, der während der deutschen Besatzung ein neues Stück probt, muss sich im Keller des „Montmartre” versteckt halten. Seine Frau (Catherine Deneuve) verliebt sie sich bald in den bekannten Hauptdarsteller (Gérard Depardieu). mehr
       
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  H.R. Giger. Kunst - Design - Film

 

  H.R. Giger. Kunst · Design · Film
Die Sonderausstellung vereint erstmals die bedeutenden Filmdesigns des Schweizer Künstlers und Oscar-Preisträgers zu einer umfassenden Schau. Präsentiert werden neben rund 35 Original-Gemälden auch Skulpturen. Darunter der Humanoid aus SWISSMADE 2069 (Fredi M. Murer, CH 1968), einer der Harkonnen-Stühle, die Giger für das Dune-Projekt von Regisseur Alejandro Jodorowsky entwarf, eine transparente Büste von Sil aus SPECIES sowie der Schädel und das Kostüm der Alien-Kreatur. mehr
Der Katalog zur Ausstellung und seltene Plakate, Grafiken und Bilder des Künstlers, zum Teil handsigniert, werden an der Museumskasse und im Online-Shop angeboten.
       
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  „Licht an, Licht aus“ – der Werbefilm im Nationalsozialismus

 

 

DEUTSCHE WERBEFILMRARITÄTEN AUS 40 JAHREN
Werbefilme sind interessante, aufschlussreiche Zeitdokumente. Filmwissenschaftler und Sammler Dr. Ralf Forster stellt in zwei Programmen Produktionen aus der Zeit des Nationalsozialismus und der DDR vor.
Das Programm „Licht an, Licht aus“ – der Werbefilm im Nationalsozialismus präsentiert eine Auswahl an Spots, die an der Schnittstelle zwischen Produktreklame und Propaganda zu verorten sind. Die Popularität des Mediums machte es für die NS-Propaganda interessant.
Mit Reklame aus dem flotten Osten. Kino- und TV-Werbung in der DDR stellt Ralf Forster eine Zusammenstellung an DDR-Werbefilmen vor, deren Inhalte zwischen Warenpräsentation und politischer Agitation schwanken. Durch ihre Multifunktionalität zeichnen sie sich als wertvolle historische Quelle aus. mehr
       
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  DIE BÜCHSE DER PANDORA

WITNESS FOR THE PROSECUTION Zeugin der Anklage

 

 

KLASSIKER UND RARITÄTEN
Georg Wilhelm Pabsts Stummfilmklassiker DIE BÜCHSE DER PANDORA (1929) besticht durch die psychologische Nuancierung der Charaktere und das intensive Spiel der Darsteller: Die wunderschöne, dämonisch-verführerische Lulu (Louise Brooks) verführt nacheinander mehrere gutsituierte Männer und wird ihnen zum Verhängnis.
David Lynch erzählt in THE ELEPHANT MAN (Der Elefantenmensch, 1980) die Geschichte einer wahren Begebenheit: Im viktorianischen England sieht der Arzt Frederick Treves (Anthony Hopkins) während einer Freak-Show den jungen, durch Geschwülste verunstalteten John Merrick. Treves nimmt sich seiner an und entdeckt in dem Erniedrigten einen gebildeten, lebenshungrigen Menschen.
Billy Wilder durchsetzt in seinem „courtroom drama“ WITNESS FOR THE PROSECUTION (Zeugin der Anklage, 1957) höchste Spannung mit teils feinem, teils skurrilem Humor: Ein Anwalt verteidigt einen des Mordes Angeklagten. Dessen einziges Alibi ist die Aussage seiner Frau (Marlene Dietrich), die sich aber im Verlauf des Prozesses von ihm abzuwenden scheint.
George Roy Hills humorvoll inszenierter und hervorragend fotografierter Film BUTCH CASSIDY AND THE SUNDANCE KID (1969), der mit vier Oscars ausgezeichnet wurde, schildert die Flucht der Banditen Cassidy (Paul Newman) und Sundance (Robert Redford), die nach einem Eisenbahnüberfall gejagt werden. mehr
       
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  LOST MEDIA: FOUND   LOST MEDIA: FOUND
...präsentiert Gedankenblitze aus der Zukunft der Filmgeschichte: In der Galerieausstellung stellt die Filmklasse der HfG Offenbach spannende Arbeiten zum Thema Medienarchäologie aus. mehr
Künstler Jos Diegel lädt alle AusstellungsbesucherInnen am kommenden Samstag (ab 15 Uhr) zu einem Material-Film-Workshop ein – ohne Voranmeldung und Aufpreis. mehr
       
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  FRENZY (1971)   BENSHI-VORFÜHRUNG
Am Samstag können Sie in unserer Dauerausstellung eine Benshi-Vorführung mit Matsumoto Natsuki und Natsuki Taiji erleben. Stummfilme wurden in Japan seit jeher von einem Benshi, einem Kinoerzähler begleitet, der neben der Leinwand stand und den Filmcharakteren seine Stimme verlieh. Obwohl die große Zeit der Benshi mit dem Niedergang des Stummfilms besiegelt war, gibt es auch heute noch einzelne Künstler, die Filmvorführungen als Benshi begleiten. mehr
       
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  THE LITTLE VAMPIRE   KINDERATELIER
Nach dem berühmten Kinderbuch von Angela Sommer-Bodenburg erzählt Uli Edel in THE LITTLE VAMPIRE (Der kleine Vampir, 2000) eine schaurig-schöne Geschichte: Vor dem Fenster des neunjährige Tony, der mit seiner Familie in ein schottisches Dorf gezogen ist, taucht eines Abends der kleine Vampir Rüdiger von Schlotterstein auf. Gemeinsam trotzen sie einem martialischen Vampirjäger.
Im kinderatelier, dem Werkstattbereich unseres Foyers, können große und kleine Besucher optische Spielzeuge zu basteln oder selber einen kurzen Knet-Trickfilm herstellen, der als Daumenkino mit nach Hause genommen werden kann. mehr
       
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  filmportal.de   filmportal.de
Neu im Kino: Männersache
Auf der Live-Bühne und im Fernsehen ist der Komiker Mario Barth längst ein Superstar. Nun wagt er mit der Komödie "Männersache" den Sprung auf die Kinoleinwand. mehr
Neu im Kino: Die drei ??? - Das verfluchte Schloss
Justus Jonas, Bob Andrews und Peter Shaw, die drei aufgeweckten Nachwuchsdetektive aus Rocky Beach, stehen vor einem neuen, aufregenden Fall. mehr
Regisseur der Woche: Wenzel Storch
Die Meinungen zu Wenzel Storch gehen weit auseinander. Wurden seine Filme schon mal als "jämmerlich und mitleiderregend" bezeichnend, sind sie für die anderen "große Filmkunst" (Der Spiegel), und die Montreal Post nannte sein Werk einmal treffend einen "Mix aus Münchhausen, Caligula und Sesamstraße". mehr

       
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  Kinotermine im Deutschen Filmmuseum (Telefon 069 / 961 220 220)
   

 

Tagsüber

18 Uhr

20.30 Uhr

22.30 Uhr

19 Do

 

Deutsche Werbefilmraritäten aus 40 Jahren
„Licht an, Licht aus“ – der Werbefilm im Nationalsozialismus
Vorgestellt von: Dr. Ralf Forster

20.00 Uhr: Kino und Couch
Che hora è (OmU)
zu Gast: Jörg Scharff (Psychoanalytiker) und Karsten Visarius (Filmwissenschaftler)

 

20 Fr

14.30 Uhr: Kinderkino
Der kleine Vampir (DF)

Deutsche Werbefilmraritäten aus 40 Jahren
Reklame aus dem flotten Osten. Kino- und TVWerbung in der DDR
Vorgestellt von: Dr. Ralf Forster

Klassiker & Raritäten
Die Büchse der Pandora (ital. ZT m. dtÜ)
Klavierbegleitung: Uwe Oberg

Gérard Depardieu
Cyrano de Bergerac (OmeU)

21 Sa

 

17.30 Uhr: Klassiker & Raritäten
The Elephant Man (DF)

20.00 Uhr: Gérard Depardieu
Cyrano de Bergerac (OmU)

Gérard Depardieu
Loulou (OmeU)

22 So

16.00 Uhr: Kinderkino
Der kleine Vampir (DF)

Gérard Depardieu
Loulou (OmeU)

Gérard Depardieu
Green Card (OmU)

 

23 Mo

 

Keine Vorstellung!

Keine Vorstellung!

 

24 Di

 

Klassiker & Raritäten | Gérard Depardieu
Mon oncle d’Amérique (OmeU)

20.00 Uhr: Sinn und Suche
Broken Silence (OmU)
Referent: Prof. Dr. Norbert Grob (Mainz)

 

25 Mi

 

Klassiker & Raritäten
Witness for the Prosecution (DF)
Einführung: Petra Kappler

Gérard Depardieu
Astérix et Obélix contre César (OmU)

 

26 Do

 

Klassiker & Raritäten
Butch Cassidy and the Sundance Kid (DF)
Einführung: Felix Fischl

Gérard Depardieu
Le dernier métro (OmeU)

 

         
 

Alle Termine und Filmtexte finden Sie in unserem gedruckten Programmheft, das im Museum ausliegt und postalisch an Inhaber der Kinocard und Mitglieder unserer Freundeskreise verschickt wird. Wollen auch Sie das Programmheft jeden Monat frei Haus? mehr
Online finden Sie das Programm März (PDF / Flash) sowie die Kinotermine im Tabellarium März zum Ansehen und Ausdrucken.

Mit besten Grüßen vom Museumsufer
i.A. Horst Martin