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Newsletter

12. bis 19. März 2009

     
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Liebe Leserinnen und Leser,

niemals erreichte das Kino eine solche Brillanz wie in den Breitwandfilmen der 1950er und 1960er Jahre. Deshalb freuen wir uns, am morgigen Freitag eine ganz besondere Filmreihe beginnen zu können: 70 mm – Bigger Tthan Life, eine Auswahl aus der Retrospektive der diesjährigen Berlinale, sehen Sie in unserem Kino. Für die elf Vorstellungen rüsten wir unsere Projektoren um, damit Sie die unvergessenen Leinwandepen, Musicals sowie Abenteuer- und Science-Fiction-Filme in bester Qualität auf der Kinoleinwand erleben können.
„Once in a lifetime“ könnte der Untertitel der Reihe heißen, weil unser Kino als eines von wenigen überhaupt noch 70-mm abspielen kann und als bundesweit einzige Station die kostbaren Kopien aus der Berlinale-Retrospektive vorführt. Die aus der gesamten Welt zusammen getragenen Kopien kehren nach den Vorstellungen in Frankfurt zu den Archiven und Sammlern zurück.
Wegen des immensen Aufwandes für die Reihe erlauben wir uns, leicht erhöhte Eintrittspreise (€ 11 / € 9 ermäßigt / € 8 mit Kinocard) für die Vorstellungen von 70 mm – Bigger Than Life zu erheben.

Information & Ticketreservierung unter: 069 - 961 220 220

www.deutschesfilmmuseum.de

 

INHALT

70mm – Bigger Than Life
H.R. Giger. Kunst · Design · Film
Gérard Depardieu zum 60. Geburtstag
Deutsche Werbefilmraritäten aus 40 Jahren
Kino und Couch – Vaterbilder
Lost Media: FOUND
Klassiker & Raritäten
Kinderatelier
Neues auf filmportal.de
Kinoprogramm zum Ausdrucken
Museumspädagogik

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Online-Shop

         
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  70 MM – BIGGER THAN LIFE

70 MM – BIGGER THAN LIFE

70 MM – BIGGER THAN LIFE

70 MM – BIGGER THAN LIFE

70 MM – BIGGER THAN LIFE

70 MM – BIGGER THAN LIFE

70 MM – BIGGER THAN LIFE

70 MM – BIGGER THAN LIFE

70 MM – BIGGER THAN LIFE

  70 MM – BIGGER THAN LIFE
Das Kurzfilmprogramm gibt einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten des 70-mm-Formats und präsentiert eine Auswahl von sechs unterschiedlichen Beiträgen: THE MIRACLE OF TODD-AO (1956), SHELLA RAMA (Super Technirama, 1965), SKY OVER HOLLAND (Superpanorama MCS 70, 1967), ÅRET GJENNOM BØRFJORD (A Year Along the Abandoned Road, Super Panavision 70, 1991), TOUR EIFFEL (Arri 765, 1994) und LE MARIAGE DE FANNY (Superpanorama MCS 70, 1999).
Noch immer ist LAWRENCE OF ARABIA (1962, Super Panavision 70) eines der visuell beeindruckendsten Werke der Filmgeschichte: Der britische Offizier und Abenteurer T. E. Lawrence (Peter O’Toole ) eint im Ersten Weltkrieg die arabischen Stämme und zettelt einen Aufstand gegen die Osmanen an. Regisseur David Lean arbeitete 1988 an der Restaurierung mit, die der Schärfe der ursprünglichen Fassung nahe kommt.
Robert Wises Kinoadaption des Broadway- Musicals WEST SIDE STORY (1961, Super Panavision 70), mit der Musik von Leonard Bernstein und der Choreographie von Jerome Robbins, gewann zehn Oscars. Erzählt wird darin eine moderne Romeo-und-Julia-Geschichte, angesiedelt im Milieu der Jugendbanden der West Side von Manhattan.
Ein weiteres überwältigendes Meisterwerk des 70-mm-Films ist Stanley Kubricks 2001: A SPACE ODYSSEY (1968, Super Panavision 70), das mit seiner revolutionären Tricktechnik nachhaltig die Entwicklung des Science-Fiction-Genres beeinflusste: Die Weltraumoper handelt von einem rätselhaften Monolithen und einer Expedition zum Jupiter, deren Erfolg vom Bordcomputer HAL sabotiert wird.
William Wylers BEN-HUR (1959, MGM Camera 65) gilt als eine der kommerziell erfolgreichsten Produktionen aller Zeiten; das spektakuläre Wagenrennen schrieb Filmgeschichte. Charlton Heston spielt in dem monumentalen Historienfilm den jüdischen Prinzen Judah Ben-Hur, der zum Sklaven abstürzt, sein Schicksal wendet und schließlich zum Anhänger Christi konvertiert.
FLYING CLIPPER. TRAUMREISE UNTER WEISSEN SEGELN (1962, MCS-70) von Hermann Leitner und Rudolf Nußgruber war der erste lange deutsche 70-mm-Film. Zu einer Zeit, als eine Urlaubsreise ins Ausland noch kein Massenphänomen war, zeigte er die Fahrt eines Segelschiffes durchs Mittelmeer mit wunderschönen Aufnahmen von den Stationen der Reise.
John Fords CHEYENNE AUTUMN (1964, Super Panavision 70) ist das persönliche Werk eines Meisters des amerikanischen Kinos. Der Western behandelt den Zug der Cheyenne-Indianer 1878 von ihrer Reservation in ihre Heimat Dakota. Das tragische Schicksal des Stammes wird durch grandiose Panorama-Einstellungen heroisiert und in eine mythische Vergangenheit gerückt.
CLEOPATRA (1963, Todd-AO), seinerzeit einer der teuersten, längsten und spektakulärsten Filme der Filmgeschichte, kann auf eine lange und komplizierte Produktionsgeschichte zurückblicken. Autor und Regisseur Joseph L. Mankiewicz gelang es den Figuren Leben einzuhauchen – insbesondere Cäsar, aber auch der ägyptischen Königin, gespielt von Elisabeth Taylor.
BARAKA (Todd-AO, 1992), was in der Sprache der Sufis der Atem des Lebens heißt, wurde von Ron Fricke, einem der Mitarbeiter bei Koyaanisqatsi (1982), in 24 Ländern der Erde gedreht. Seine atemberaubenden Bilder ohne sprachlichen Kommentar montierte er zu einem großen epischen Poem über die Entwicklung unseres Planeten und des Menschen.
PLAY TIME (1967, 70 mm Widescreen), bei seinem Erscheinen nicht der erhoffte Erfolg, gilt als Jacques Tatis Meisterwerk und wird als einer der wenigen wirklich durch und durch perfekten Filme der Filmgeschichte bezeichnet: Die Handlung zeigt Monsieur Hulot, konfrontiert mit einer Gruppe amerikanischer Touristen, in einem modernen Paris aus Glas und Stahl. mehr
       
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  H.R. Giger. Kunst - Design - Film

 

 

H.R. Giger. Kunst · Design · Film
Die Sonderausstellung vereint erstmals die bedeutenden Filmdesigns des Schweizer Künstlers und Oscar-Preisträgers zu einer umfassenden Schau. Präsentiert werden neben rund 35 Original-Gemälden auch Skulpturen. Darunter der Humanoid aus SWISSMADE 2069 (Fredi M. Murer, CH 1968), einer der Harkonnen-Stühle, die Giger für das Dune-Projekt von Regisseur Alejandro Jodorowsky entwarf, eine transparente Büste von Sil aus SPECIES sowie der Schädel und das Kostüm der Alien-Kreatur. mehr
Der Katalog zur Ausstellung sowie seltene Plakate, Grafiken und Bilder des Künstlers, zum Teil handsigniert, werden an der Museumskasse und im Online-Shop angeboten.
   
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  LES TEMPS QUI CHANGENT   GÉRARD DEPARDIEU ZUM 60. GEBURTSTAG
30 Jahre nach ihrer Zusammenarbeit in Truffauts DIE LETZTE METRO brachte André Téchiné die beiden großen französischen Schauspieler Gérard Depardieu und Catherine Deneuve für LES TEMPS QUI CHANGENT (2004) wieder zusammen: In dieser Reflexion über verpasstes Lebensglück, begegnet sich ein einstiges Liebespaar nach Jahrzehnten wieder und nähert sich an – ohne wirkliche Hoffnung auf eine neue Beziehung. mehr
       
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  „Licht an, Licht aus“ – der Werbefilm im Nationalsozialismus   DEUTSCHE WERBEFILMRARITÄTEN AUS 40 JAHREN
Werbefilme dienen als interessante, aufschlussreiche Zeitdokumente. Als Gast stellt der Filmwissenschaftler und Sammler Ralf Forster in zwei Programmen Produktionen aus der Zeit des Nationalsozialismus und der DDR vor.
Im Nationalsozialismus nahm der Werbefilm eine bemerkenswerte Entwicklung und war an der Schnittstelle zwischen Produktreklame und Propaganda verortet, das Programm „Licht an, Licht aus“ – der Werbefilm im Nationalsozialismus präsentiert eine Auswahl. mehr
       
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  CHE HORA È (Wie spät ist es, 1989):

 

 

KINO UND COUCH – VATERBILDER
Unsere gemeinsam mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut veranstaltete Film- und Gesprächsreihe präsentiert Ettore Scolas CHE HORA È (Wie spät ist es, 1989): Ein Vater (Marcello Mastroianni) und sein erwachsener Sohn verbringen einen halben Nachmittag und eine halbe Nacht miteinander – in dieser Zeit lernen sie sich neu kennen und begreifen. Über die Vater-Sohn-Beziehung im Film sprechen im Anschluss der Psychoanalytiker Jörg Scharff und der Filmwissenschaftler Karsten Visarius. mehr
       
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  Jos Diege

 

 

LOST MEDIA: FOUND
... präsentiert Ihnen Gedankenblitze aus der Zukunft der Filmgeschichte. In der Galerieausstellung stellt die Filmklasse der HfG Offenbach spannende Arbeiten zum Thema Medienarchäologie aus. mehr
Jos Diegel, dessen Werk Größere Leinwände Längere Hälse im ausstellungsbegleitenden Kurzfilmprogramm zu sehen war, lädt alle Ausstellungsbesuchern am kommenden Samstag (ab 15 Uhr) zu einem Material-Film-Workshop ein – ohne Voranmeldung und Aufpreis. mehr
       
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  FRENZY (1971)   KLASSIKER UND RARITÄTEN
FRENZY
(1971) war die erste Produktion, die Alfred Hitchcock nach über fünfzehn Jahren wieder in England drehte - angelsächsische Ironie und makabere Härte prägen die Handlung: Einen Serienmörder, der in London sein Unwesen treibt, erdrosselt die Ex-Frau seines besten Freundes, der daraufhin ins Gefängnis kommt. Als er durch einen Trick entfliehen kann, will er den wahren Mörder entlarven. mehr
       
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  LITTLE MISS SUNSHINE (2006)   KINDERATELIER
Kleine und große Besucher können im kinderatelier, dem Werkstattbereich in unserem Museumsfoyer, optische Spielzeuge basteln oder selbst einen kurzen Trickfilm mit Knet-Figuren drehen. Als Daumenkino kann das eigene Werk dann mit nach Hause genommen werden.
Zur Vor- oder Nachbereitung des Ausstellungsbesuchs liegen Bastelbögen bereit  mit denen das Lebensrad, die Wundertrommel oder eine Camera obscura nachgebaut werden kann. mehr
       
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  filmportal.de   filmportal.de
Neu im Kino: Hinter Kaifeck
In der Nacht vom 31. März auf den 1. April 1922 kam es im oberbayerischen Hinterkaifeck zu einem grausamen Mehrfachmord. Sechs Menschen, darunter zwei kleine Kinder, wurden von einem Unbekannten erschlagen. mehr
Neu im Kino: Hilde
Sie ist eine der großen Legenden des deutschen Kinos: Hildegard Knef, Schauspielerin und Sängerin, in Hollywood ein Star, in Deutschland mit Filmen wie "Die Mörder sind unter uns" und "Die Sünderin" gleichermaßen verehrt und verachtet. mehr
Schauspieler der Woche: Alfred Abel
Am bekanntesten ist er sicherlich als Joh Fredersen, der arrogante Herrscher über "Metropolis", doch Alfred Abel spielte wichtige Rollen in weiteren großen Stummfilmklassikern wie F. W. Murnaus "Phantom" und Fritz Langs "Dr. Mabuse, der Spieler". mehr

       
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  Kinotermine im Deutschen Filmmuseum (Telefon 069 / 961 220 220)
   

 

Tagsüber

18 Uhr

20.30 Uhr

22.30 Uhr

12 Do

 

Klassiker & Raritäten
Frenzy (DF)
Einführung: Martin Urban

Gérard Depardieu
Les temps qui changent (OmU)

 

13 Fr

 

70 mm – Bigger Than Life
Kurzfilmprogramm: The Miracle of Todd-AO (OF), Året Gjennom Børfjord, u.a.

20.00 Uhr: 70 mm – Bigger Than Life
Lawrence of Arabia (OF)

 

14 Sa

 

17.30 Uhr: 70 mm – Bigger Than Life
West Side Story (OF)

70 mm – Bigger Than Life
2001: A Space Odyssey (OF)

 

15 So

Matinee: 12.00 Uhr: 70 mm – Bigger Than Life
Ben-Hur (OF)

17.30 Uhr: 70 mm – Bigger Than Life
Flying Clipper. Traumreise unter weissen Segeln (OF)

70 mm – Bigger Than Life
Cheyenne Autumn (OF)

 

16 Mo

 

19.00 Uhr: 70 mm – Bigger Than Life
Cleopatra (OF)
Restaurierte Fassung von 2006

 

 

17 Di

 

70 mm – Bigger Than Life
Baraka (OF)

70 mm – Bigger Than Life
Play Time (OF)
Restaurierte Fassung von 2002

 

18 Mi

 

19.00 Uhr: 70 mm – Bigger Than Life
Cleopatra (OF)
Restaurierte Fassung von 2006

 

 

19 Do

 

Deutsche Werbefilmraritäten aus 40 Jahren
„Licht an, Licht aus“ – der Werbefilm im Nationalsozialismus
Vorgestellt von: Dr. Ralf Forster

20.00 Uhr: Kino und Couch
Che hora è (OmU)
zu Gast: Jörg Scharff (Psychoanalytiker) und Karsten Visarius (Filmwissenschaftler)

 

         
 

Alle Termine und Filmtexte finden Sie in unserem gedruckten Programmheft, das im Museum ausliegt und postalisch an Inhaber der Kinocard und Mitglieder unserer Freundeskreise verschickt wird. Wollen auch Sie das Programmheft jeden Monat frei Haus? mehr
Online finden Sie das Programm März (PDF / Flash) sowie die Kinotermine im Tabellarium März zum Ansehen und Ausdrucken.

Mit besten Grüßen vom Museumsufer
i.A. Horst Martin