DIF/DFM
 

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5. bis 12. März 2009

     
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Liebe Leserinnen und Leser,

im Februar musste die Veranstaltung leider verschoben werden, nun steht der neue Termin fest: Am Montag, 30. März (19 Uhr) präsentiert Tom Tykwer als Gast THE INTERNATIONAL (USA/D 2008) in der Veranstaltungsreihe Was tut sich – im deutschen Film? und spricht anschließend mit Ullrich Sonnenschein von unserem Kooperationspartner epd Film. Der hochkarätig besetzte Thriller eröffnete die diesjährige Berlinale und läuft zur Zeit im Kino. Der Vorverkauf beginnt am morgigen Freitag (ab 10.30 Uhr). mehr

Zum Internationalen Frauentag am kommenden Sonntag erwarten wir zwei Frauen als Gäste: Regisseurin Barbara Cupisti präsentiert den preisgekrönten Dokumentarfilm MADRI (2007); Simona Torretta, Aufbauhelferin und Entführungsopfer im Irak sowie Drehbuchautorin, die Doku-Fiction ANGELI DISTRATTI (2007). Fünf weitere Filme der Reihe Frauen gegen den Krieg sehen Sie bereits am Freitag und Samstag. mehr

Information & Ticketreservierung unter: 069 - 961 220 220

www.deutschesfilmmuseum.de

 

INHALT

Kino und Couch – Vaterbilder
Frauen gegen den Krieg
H.R. Giger. Kunst · Design · Film
Lost Media: FOUND
Gérard Depardieu zum 60. Geburtstag
Klassiker & Raritäten
Kinderkino & kinderatelier
SchulKinoWochen Hessen
Neues auf filmportal.de
Kinoprogramm zum Ausdrucken
Museumspädagogik

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Online-Shop

         
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  DON’T COME KNOCKING (2005)

 

  KINO UND COUCH – VATERBILDER
Mit „Vaterbildern“ im Film beschäftigt sich unsere gemeinsam mit dem Frankfurter Psychoanalytischen Institut veranstaltete Film- und Gesprächsreihe. In DON’T COME KNOCKING (2005) von Wim Wenders sucht der alternde Westernheld Howard Spence während der Dreharbeiten plötzlich das Weite. Als er von der Existenz eines erwachsenen Sohnes erfährt, macht er sich auf die Suche – und begegnet seinen Frauen und Kindern. Im Anschluss sprechen Helga Kraus (Psychoanalytikerin) und Christiane von Wahlert (Filmwissenschaftlerin) über das Vaterbild des Films. mehr
       
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  ASUROT (Eingeschlossen, 2001)

IM SCHATTEN DES BÖSEN – DER KRIEG GEGEN DIE FRAUEN IM KONGO (2007)

BAJO JUAREZ. LA CIUDAD DEVORANDO A SUS HIJAS Bajo Juárez. Die Stadt, die ihre Töchter verschlingt

ANGELI DISTRATTI

 

 

FRAUEN GEGEN DEN KRIEG
In SEULE AVEC LA GUERRE (Allein mit dem Krieg, 2000) fragt Danielle Arbid, wie sich die erlittene Gewalt auch nach Beendigung des Bürgerkriegs im Libanon hinter der trügerisch friedlichen Fassade des Alltags manifestiert hat – und das Leben der Menschen weiter vergiftet.
In der ausgezeichneten Dokumentation ASUROT (Eingeschlossen, 2001) zeigen die israelischen Filmemacherinnen Anat Even und Ada Ushpiz die absurde Situation von drei palästinensischen Witwen und ihren elf Kindern: Weil sich ihr Haus genau auf der israelisch-palästinensischen Grenzlinie befindet, ist es täglich von Soldaten umstellt.
Susanne Babilas mit dem Deutschen Menschenrechts-Filmpreis ausgezeichnete Dokumentation IM SCHATTEN DES BÖSEN – DER KRIEG GEGEN DIE FRAUEN IM KONGO (2007) löste eine Diskussion über die Misshandlungen von Frauen im kongolesischen Bürgerkrieg aus. Gezeigt werden Krankenhäuser, in denen zwar das körperlich Leid gelindert werden kann, nicht jedoch das seelische.
BAJO JUÁREZ. LA CIUDAD DEVORANDO A SUS HIJAS (Bajo Juárez. Die Stadt, die ihre Töchter verschlingt, 2007) kreist um die Ermordungen von mehr als 400 Frauen in Ciudad Juárez, einer an der US-Grenze gelegenen mexikanischen Stadt. Eine Journalistin, eine Mutter, die ihre Tochter verlor, und eine ausgebeutete Arbeiterin geben dem Leid ihre Stimme.
DIE HELFER UND DIE FRAUEN (2003) ist eine eindringliche Auseinandersetzung mit dem sogenannten „Trafficking“ und erhielt unter anderem den FIPRESCI-Preis bei der Berlinale: Junge Frauen aus armen osteuropäischen Gegenden werden als Arbeitssklavinnen oder Prostituierte im Kosovo, Bosnien-Herzegowina und anderen Ländern missbraucht.
Barbara Cupisti stellt als Gast ihren Dokumentarfilm MADRI (Mütter, 2007) vor, der mit dem „David di Donatello“ ausgezeichnet wurde: Mit dem Auge einer weiblichen Beobachterin zeigt sie bewegende Schicksale der Mütter von Attentätern und deren unschuldigen Opfern.
Im September 2004 wurde Simona Toretta zusammen mit ihrer Kollegin Simona Pari, Mitarbeiterinnen einer Hilfsorganisation, in Bagdad entführt. Ihre Erfahrungen flossen in Gianluca Arcopintos Doku-Fiction ANGELI DISTRATTI (2007) ein, eine Collage aus Filmausschnitten, Fotos, Interviews und nachgestellten Szenen, die 2004 in der Geisterstadt Falludja spielt. Als Gast wird Simona Torretta erwartet. mehr
   
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  H.R. Giger. Kunst - Design - Film   H.R. GIGER. KUNST · DESIGN · FILM
Die Sonderausstellung vereint erstmals die bedeutenden Filmdesigns des Schweizer Künstlers und Oscar-Preisträgers zu einer umfassenden Schau. Präsentiert werden neben rund 35 Original-Gemälden auch Skulpturen. Darunter der Humanoid aus SWISSMADE 2069 (Fredi M. Murer, CH 1968), einer der Harkonnen-Stühle, die Giger für das Dune-Projekt von Regisseur Alejandro Jodorowsky entwarf, eine transparente Büste von Sil aus SPECIES sowie der Schädel und das Kostüm der Alien-Kreatur. mehr
Der Katalog zur Ausstellung und seltene Plakate, Grafiken und Bilder des Künstlers, zum Teil handsigniert, werden an der Museumskasse und im Online-Shop angeboten.

       
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  LOST MEDIA: FOUND   LOST MEDIA: FOUND
...kreist um den Ursprung und die Perspektiven der medialen Kommunikation. Die Filmklasse der HfG Offenbach präsentiert Arbeiten zum Thema Medienarchäologie in unserer Galerieausstellung. mehr
Jos Diegel , einer der Studierenden und Künstler, arbeitet in einem Material-Film-Workshop mit den Ausstellungsbesuchern zusammen. Gerne können Sie am kommenden Samstag (ab 15 Uhr) bei seinem Projekt in der Dauerausstellung mitmachen – ohne Voranmeldung und Aufpreis. mehr
Das Kino zeigt ein Kurzfilmprogramm mit Produktionen der HfG-Filmklasse von Professorin Rotraut Pape aus den vergangenen fünf Jahren. mehr
       
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  LES TEMPS QUI CHANGENT

 

 

GÉRARD DEPARDIEU ZUM 60. GEBURTSTAG
30 Jahre nach ihrer Zusammenarbeit in Truffauts DIE LETZTE METRO brachte André Téchiné die großen Mimen Gérard Depardieu und Catherine Deneuve in LES TEMPS QUI CHANGENT (2004), eine Reflexion über verpasstes Lebensglück, wieder zusammen. Nach Jahrzehnten begegnet sich ein einstiges Liebespaar wieder und nähert sich an – ohne wirkliche Hoffnung auf eine neue Beziehung. mehr
       
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  KORCZAK

THE SEVENTH CROSS Das Siebte Kreuz

FRENZY

 

 

KLASSIKER UND RARITÄTEN
Eines der Lieblingswerke von Stanley Kubrick ist Max Ophüls LE PLAISIR (1950), die Verfilmung dreier Novellen von Guy de Maupassant: In der ersten Geschichte versteckt sich ein alternder Mann hinter einer Maske, die Zweite begleitet die Fahrt einer Bordellbesitzerin und ihrer Mädchen zu einer Beerdigung, während in der Dritten ein Modell versucht, einen Maler für sich zu gewinnen.
In KORCZAK (1990), den wir in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft zeigen, schildert Andrzej Wajda den Leidensweg von Janusz Korczak. Der polnisch-jüdischen Kinderarzte, Schriftsteller und Pädagoge eröffnete ein jüdisches Waisenhaus, in dem er Kinder zu Gerechtigkeit, Brüderlichkeit und Toleranz erzieht. Als die Deportation der über 200 Kinder angeordnet wird, besteht er darauf, sie bis zum Schluss zu begleiten.
Nur zwei Jahre nach dem Erscheinen von Anna Seghers Roman drehte Fred Zinnemann mit The Seventh Cross (Das Siebte Kreuz, 1944) eine sehr werkgetreue Verfilmung: Im Mittelpunkt der Handlung steht die Flucht des politischen Aktivisten Heisler (Spencer Tracy) aus einem Konzentrationslager, die durch die Menschlichkeit einiger weniger ermöglicht wird.
Wie in kaum einem Alfred Hitchcock-Film zuvor, prägen angelsächsische Ironie und makabere Härte die Handlung von Frenzy (1971): Ein Serienmörder, der Frauen mit einer Krawatte erwürgt, treibt in London sein Unwesen. Als Opfer sucht er sich die Ex-Frau seines besten Freundes aus, der daraufhin verhaftet wird. Dieser kann entfliehen und will den wahren Mörder entlarven. mehr
       
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  LITTLE MISS SUNSHINE (2006)   KINDERKINO & KINDERATELIER
In LITTLE MISS SUNSHINE (2006) erzählen die Regisseure Jonathan Dayton und Valerie Faris von einer schrulligen amerikanischen Familie, die in einem klapprigen VW-Bus durch Amerika reist. Dabei kommen allmählich die Komplexe und Probleme jedes einzelnen zum Vorschein. Der zweifach Oscar-prämierte Film war einer der großen Überraschungserfolge der vergangenen Jahre. mehr
Kinder und Jugendliche, aber auch unsere erwachsene Besucher können im kinderatelier optische Spielzeuge basteln oder selber einen kurzen Trickfilm mit Knet-Figuren drehen. mehr
       
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  3. SchulKinoWochen Hessen vom 9. bis 20. März

Frode und seine Bande

Unsere Erde - Der Film

  SCHULKINOWOCHEN HESSEN
Vom 9. bis 20. März machen die 3. SchulKinoWochen Hessen den Kinosaal zum Klassenzimmer – natürlich auch in unserem Haus. Fünf Filme laufen in Vormittagsvorstellungen zwischen dem 9. und 13. März:
Der im filmpädagogischen Modellprojekts Jugend-Film-Jury von Schülerinnen und Schülern ausgewählte Klassiker Night on Earth (USA 1991 / 12.03. 10:30 Uhr) von Jim Jarmusch erzählt fünf skurril-warmherzige Geschichten.
Frode und seine Bande (Dänemark 2008 / 09.03. 08:30 Uhr) müssen einen mysteriöser Diebstahl aufklären um Geld für ein Sommerfest aufzutreiben. Der Film feierte beim Internationalen Kinderfilmfestival LUCAS 2008 Premiere.
Hannes Stöhrs Spielfilm Berlin Calling (Deutschland 2007 / 09.03. 10:30 Uhr | 10.03. 08:30 Uhr) erzählt die Geschichte des Elektro-Komponisten Martin (DJ Paul Kalbrenner)und seiner ständige Drogenexzesse.
In Hans Weingartners Free Rainer (D, AT 2007 / 10.03. & 11.03. jew. 10:30 Uhr) bricht  der ehemaligen Boulevardfernsehmacher Rainer (Moritz Bleibtreu) eine TV-Kulturrevolution los.
Unsere Erde - Der Film (D, GB 2007 / 12.03. 08:30 Uhr) entführt seine Zuschauer in abgelegene Gebiete der Erde und zeigt beeindruckende Aufnahmen von Landschaften, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Das Projektbüro der Deutschen Filminstituts nimmt für Schulklassen noch Anmeldungen entgegen (Tel. 069 / 961 220 681). Bei freien Plätzen können die Vorstellungen auch regulär besucht werden. mehr
       
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  filmportal.de   filmportal.de
Neu im Kino: Sieben Tage Sonntag
Im Winter 1996 ermordeten zwei Jugendliche in einer polnischen Kleinstadt aus Langeweile und Frustration einen ihnen völlig unbekannten Mann. Basierend auf diesem schockierenden Fall erzählt "Sieben Tage Sonntag" von zwei perspektivlosen Jugendlichen, die mit ihrer Clique in einer tristen deutschen Vorstadt die Tage verbummeln. mehr
Neu im Kino: Torpedo
Gerade mal 16 Jahre alt ist Helene Hegemann, doch sie schreibt schon für Theater und Radio, ist als Schauspielerin in "Deutschland 09" zu sehen und hat bereits ihren ersten eigenen Film geschrieben und inszeniert: In "Torpedo" erzählt sie die Geschichte der 15-jährigen Mia (Alice Dwyer), eines "überdurchschnittlich traumatisierten" Mädchens, das nach dem Tod der Mutter zu ihrer Tante Cleo (Jule Böwe) nach Berlin zieht. mehr
Schauspieler der Woche: Constantin von Jascheroff
Er ist nicht wirklich ein "Star", und doch gibt es kaum einen Darsteller im aktuellen deutschen Kino, der jugendliche Orientierungslosigkeit und pubertäre Zerrissenheit so subtil und intensiv verkörpert wie Constantin von Jascheroff. mehr

       
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  Kinotermine im Deutschen Filmmuseum (Telefon 069 / 961 220 220)
   

 

Tagsüber

18 Uhr

20.30 Uhr

22.30 Uhr

05 Do

 

Klassiker & Raritäten
Le Plaisir (OmeU)

20.00 Uhr: Kino u. Couch
Don't Come Knocking (OmU)
zu Gast: Helga Kraus (Psychoanalytikerin) und Christiane von Wahlert (Filmwissenschaftlerin)

 

06 Fr

14.30 Uhr: Kinderkino
Little Miss Sunshine (DF)

18.30 Uhr: Frauen gegen den Krieg
Seule avec la guerre (OmeU)

Frauen gegen den Krieg
Eingeschlossen (OmU)

Keine Vorstellung!

07 Sa

16.00 Uhr: Frauen gegen den Krieg
Im Schatten des Bösen – Der Krieg gegen die
Frauen im Kongo (DF)

Klassiker & Raritäten
Korczak (DF)

20.00 Uhr: Frauen gegen den Krieg
Bajo Juárez. La Ciudad devorando a sus hijas (OmeU)

Frauen gegen den Krieg
Die Helfer und die Frauen (OmU)

08 So

16.00 Uhr: Kinderkino
Little Miss Sunshine (DF)

Frauen gegen den Krieg
Madri Mütter (OmeU)
Zu Gast: Barbara Cupisti

Frauen gegen den Krieg
Angeli distratti (engl. OF m. ital.UT)
zu Gast: Drehbuchautorin
Simona Torretta

 

09 Mo

 

Keine Vorstellung!

Keine Vorstellung!

 

10 Di

 

Klassiker & Raritäten
KORCZAK (DF)

5 Jahre HfG-Filmklasse Offenbach
Kurzfilmprogramm mit Filme von Sebastian
Simon, Ivi Roberg, Claire Walka, Astrid
Rieger, Eva Becker u.a.

 

11 Mi

 

Klassiker & Raritäten
The Seventh Cross (OF)

Gérard Depardieu
Les temps qui changent (OmU)

 

12 Do

 

Klassiker & Raritäten
Frenzy
Einführung: Martin Urban

Gérard Depardieu
Les temps qui changent (OmU)

 

         
 

Alle Termine und Filmtexte finden Sie in unserem gedruckten Programmheft, das im Museum ausliegt und postalisch an Inhaber der Kinocard und Mitglieder unserer Freundeskreise verschickt wird. Wollen auch Sie das Programmheft jeden Monat frei Haus? mehr
Online finden Sie das Programm März (PDF / Flash) sowie die Kinotermine im Tabellarium März zum Ansehen und Ausdrucken.

Mit besten Grüßen vom Museumsufer
i.A. Horst Martin