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5. bis 12. Februar 2009

     
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Liebe Leserinnen und Leser,

am heutigen Donnerstag eröffnen die 59. Internationalen Filmfestspiele Berlin. Wie gewohnt dient die Berlinale als Plattform für interessante Produktionen aus der ganzen Welt und prägt das Kinojahr. Auch für uns gilt es, unsere eigene Arbeit in der Branche zu präsentieren und dabei noch möglichst viel im Kinosaal zu sehen. Besonders freuen wir uns auf die diesjährige Retrospektive „70 MM – BIGGER THAN LIFE“. Um Klassiker wie das Leinwandepos BEN HUR, ein Musical wie HELLO, DOLLY! oder Stanley Kubricks 2001: A SPACE ODYSSEY in voller Bilderpracht zu erleben, müssen Sie sich aber nicht eigens nach Berlin aufmachen – elf Filme der Retrospektive zeigen wir im März in unserem Kino.

Unser Programm bietet wie gewohnt auch in dieser Woche besonderes Kino und das beste aus dem vergangenen Kinojahr. Gäste erwarten wir zu den Reihen „Kino und Couch“ sowie „Dokumentarfilm & Gespräch“.

Am kommenden Donnerstag, 12. Februar (16 Uhr) gewähren wir Interessierten einen Einblick in unser Plakatarchiv. Anmeldung unter: 069 – 961 220 220, mehr

Information & Ticketreservierung unter: 069 - 961 220 220

www.deutschesfilmmuseum.de

 

INHALT

H.R.Giger. Kunst – Design – Film
H.R.Giger. Filmreihe
Kino und Couch - Vaterbilder
goEast präsentiert
Klassiker & Raritäten
Kinohighlights 2009
Kinderkino & kinderatelier
Neues auf filmportal.de
Kinoprogramm zum Ausdrucken
Museumspädagogik

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Online-Shop

         
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  H.R. Giger. Kunst - Design - Film   H.R. Giger. Kunst - Design – Film
Die Sonderausstellung präsentiert einen umfangreichen Einblick in die filmbezogenen Arbeiten des Schweizer Künstlers und Filmdesigners H.R. Giger, dessen berühmteste Kreation das ALIEN für Ridley Scotts gleichnamigen Filmklassiker (GB/USA 1979) ist. Neben zahlreichen Entwürfen und Original-Gemälden sind auch Skulpturen und beeindruckende dreidimensionale Filmtrick-Requisiten sowie Kostümteile zu sehen. mehr
H.R. Giger dankte nach der Ausstellungseröffnung im Gästebuch für die „schönste und liebevollste Inszenierung“. Impressionen von der Eröffnung finden Sie hier
Die Publikation zur Ausstellung ist an der Museumskasse und im Online-Shop erhältlich.
       
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  MATTHEW BARNEY: DE LAMA LÂMINA   H.R. GIGER - Filmreihe
Mit der Ersten von zwei ALIEN-Filmnächten beginnt unsere Reihe zur Sonderausstellung H.R. Giger. Kunst – Design – Film.
In Ridley Scotts' Oscar-prämiertem Meisterwerk ALIEN (GB 1979/ 2003) wird die Ausgangssituation des klassischen Horror-Films – ein abgeschlossener Ort, von dem es kein Entkommen gibt – in den Weltraum verlegt. Wir zeigen die re-issue-Fassung von 2003, für die Scott einzelne Szenen gekürzt und andere hinzugefügt hat. Dabei gelang das Kunststück, den Film tatsächlich noch zu verbessern.
In ALIENS (GB 1986) ist der Ursprungsplanet des außerirdischen Wesens kolonisiert worden. Als der Kontakt zu den Kolonisten abreißt, wird eine Gruppe von Marines entsandt, der Ripley (Sigourney Weaver) als Beraterin angehört. Zwar dreht sich erneut alles um den Kampf gegen die Aliens, Regiseur James Cameron entwickelt den Horror im Gegensatz zu Scott jedoch nicht aus dem Ungezeigten, sondern erzeugt Spannung aus der Dynamik militärischer Aktionen. mehr
   
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  Otec i syn (Vater und Sohn, 2003)   KINO UND COUCH - VATERBILDER
Als Auftakt der fünfteiligen Reihe, die sich bis April mit dem Vaterbild befasst, zeigen wir Aleksandr Sokurovs OTEC I SYN (Vater und Sohn, 2003): Ein nur 18 Jahre älterer, jung gebliebener Vater lebt allein mit seinem heranwachsenden Sohn zusammen. Der Tod der Mutter hat zwischen ihnen eine intensive Verbindung entstehen lassen, doch die Konflikte nehmen zu, als beide zu spüren beginnen, dass jeder seinen eigenen Weg gehen muss. Im Anschluss sprechen der Psychoanalytiker Frank Dammasch und der Filmkritiker Werner Schneider. mehr
       
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  GOEAST PRÄSENTIERT: PROSTYE VEŠČI (2006)   GOEAST PRÄSENTIERT
Mit der jüngsten Produktion von Aleksej Popogrebskij, Gewinner des goEast-Hauptpreises 2004, setzt das Festival des mittel- und osteuropäischen Films seine Reihe fort.
In der russischen Produktion PROSTYE VEŠČI (Simple Things, 2006) geht es um scheinbar einfache Dinge: Die Tugendhaftigkeit eines Petersburger Anästhesisten, dem Treue in Freundschaften, Aufrichtigkeit in seiner Ehe und berufliche Verantwortung viel bedeuten, gerät auf den Prüfstand, als ihm ein Patient ein unmoralisches Angebot macht, das eine schnelle Lösung seiner Geldsorgen verheißt. mehr
       
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  ALRAUNE (1952)

STERNSTEINHOF (1976)

A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM

 

 

KLASSIKER UND RARITÄTEN
Josef von Bákys DER RUF (1949) entlarvt den kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges wieder aufflackernden Nationalismus und gilt als das bedeutendste Filmdokument deutscher Remigration: Fritz Kortner spielte darin zum ersten Mal nach seiner Rückkehr aus dem Exil wieder in einer deutschen Produktion, zu der er selbst das überaus persönliche Drehbuch verfasste.
Arthur Maria Rabenalts ALRAUNE (1952) ist die erste Tonadaption des fantastisch-erotischen Erfolgromans von Hanns Heinz Ewers aus den 1920er Jahren. Darin erschafft ein Wissenschaftler, der mit dem Samen eines gehenkten Mörders eine Prostituierte künstlich befruchtet, die betörend schöne, aber gefühllose Alraune (Hildegard Knef).
Wolfgang Liebeneiners LIEBE 47 (1949) ist eine Adaption von Wolfgang Borcherts Stück „Draußen vor der Tür“ (1947), eines der bedeutendsten Werke der Trümmerliteratur: Durch die Einführung einer verlorenen Frau als Gegengewicht zum einsamen Soldaten wird ein Weg gezeigt, wie Menschen sich am Rande des Untergangs noch Rettung und Halt sein können.
Hans W. Geißendörfers STERNSTEINHOF (1976) betont vor allem die sozialkritischen Aspekte des gleichnamigen Romans von Ludwig Anzengruber: Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Leni (Katja Rupé) möchte Bäuerin auf dem Sternsteinhof werden. Doch als der Sternsteinhofbauern seinen Sohn in den Ersten Weltkrieg schickt, um die nicht standesgemäße Verbindung zu verhindern muss sie den Holzschnitzer Muckerl (Tilo Prückner) ehelichen.
Michael Hoffmanns Version von William Shakespeare’s A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM (Ein Sommernachtstraum, 1999) verlegt die Handlung in die Toskana des 19. Jahrhunderts und besticht durch ein opulentes, liebenswürdig-detailliertes Dekor. Großes Gewicht nehmen in der starbesetzten Verfilmung (Kevin Kline, Michelle Pfeiffer, Stanley Tucci, u.a.) die komödiantischen Handwerkerszenen ein. mehr
       
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  THERE WILL BE BLOOD (2007)

DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD

 

 

KINOHIGHLIGHTS 2008
Menschen am Rande der Gesellschaft stehen stets im Fokus der Dardenne-Brüder, deren neuester Film LE SILENCE DE LORNA (Lornas Schweigen, 2008) in Cannes mit dem Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde. In  dokumentarischem Stil erzählen sie von den prekären Lebensverhältnissen der Immigranten im reichen Mitteleuropa.
THERE WILL BE BLOOD (2007) handelt in epischer Gestalt und Wucht vom Aufstieg des mittelosen amerikanischen Unternehmers Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) zum reichen Öl-Magnaten. Paul Thomas Andersons vielfach ausgezeichnete Verfilmung hinterfragt den amerikanischen Gründermythos durch Gegenüberstellung von Zivilisation und Barbarei.
Durch Zufall erfährt Marie (Nina Hoss), eine junge Mutter, vom Doppelleben ihres Mannes (Devid Striesow). Sie versucht sich an das Positive ihrer Beziehung zu erinnern, gleitet aber zusehends in eine irreale Welt ab. DAS HERZ IST EIN DUNKLER WALD (2007) erhielt den Spezialpreis der deutschen Filmkritik: „Zwischen Surrealität, dunkler Romantik und hell-kühlem Realismus besticht diese Arbeit durch ihre stilistische Spannbreite und den souveränen Umgang mit filmgeschichtlichen Referenzen.“ mehr
       
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  KNOWLEDGE IS THE BEGINNING

 

 

DOKUMENTARFILM & GESPRÄCH
Unsere mit Naxos – Kino im Theater veranstaltete Reihe präsentiert eine Dokumentation über das West-Eastern Divan Orchestra, in dem palästinensische und israelische Jugendliche unter der Leitung von Daniel Barenboim gemeinsam musizieren.
Im Anschluss spricht Paul Smacny mit Ulrike Schneiberg (hr2 Kultur)
Für seinen Emmy-prämierten Dokumentarfilm KNOWLEDGE IS THE BEGINNING (2006) beobachtete und begleitete Regisseur Paul Smaczny die Musiker über sechs Jahre hinweg während der Probenarbeit, auf Konzerten und in ihrer Freizeit. Er zeigt das enorme Können der Musiker und ebenso, wie sie mit Mut und Begeisterung dazu beitragen, Vorurteile und Berührungsängste abzubauen. „Das Unmögliche ist viel leichter zu erreichen als das Schwierige“, sagt Barenboim. mehr
   
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  KARO UND DER LIEBE GOTT (2006)   KINDERKINO & KINDERATELIER
KARO UND DER LIEBE GOTT (2006) von Danielle Proskar beginnt, als sich Karos Eltern am Tag der Erstkommunion ihrer Tochter schwerer Eheprobleme bewusst werden. Das Mädchen sucht über Walkie-Talkie Rat beim Lieben Gott und dieser antwortet tatsächlich, wenn auch zunächst etwas irritiert. Die Stimme am anderen Ende wird für Karo zu einem Quell des Trostes. Trotz seines ernsten Themas macht der vielfach ausgezeichnete Film unterhaltsam und glaubwürdig Mut und besticht durch die wunderbare Interaktion der Hauptdarsteller. mehr
Samstag und Sonntag können bastelfreudige Besucher Trick- und Knetfilme in unserem kinderatelier drehen (jeweils von 14 bis 18 Uhr) ohne Voranmeldung. mehr
       
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  filmportal.de   filmportal.de - Berlinale-Special
filmportal.de stellt zur Berlinale 2009 alle deutschen Produktionen in Text und Bild vor und berichtet über die einzelnen Sektionen Wettbewerb, Panorama, Forum, Perspektive Deutsches Kino, Generation, Kurzfilmprogramm, Retrospektive und Hommage. Nachrichten, Filmtitel, Rezensionen, ausführliches Material; Trailer und zahlreiche Links runden das Online-Dossier ab. Im Rahmen seiner Medienpartnerschaften verweist filmportal.de auf ausgewählte Beiträge von ARTE und dem Magazin KINO von Deutsche Welle - TV. mehr
       
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  Kinotermine im Deutschen Filmmuseum (Telefon 069 / 961 220 220)
   

 

Tagsüber

18 Uhr

20.30 Uhr

22.30 Uhr

05 Do

 

Klassiker & Raritäten
Der Ruf

20.00 Uhr: Kino und Couch
Vater und Sohn (OmU)
Im Gespräch: F. Dammasch (Psychoanalytiker),
W. Schneider (Filmkritiker)

 

06 Fr

14.30 Uhr: Kinderkino
Karo und der Liebe Gott

Kinohighlights 2008
Le Silence de Lorna (OmU)

Kinohighlights 2008
There Will Be Blood
(OmU)

Entfällt wegen Überlänge!

07 Sa

 

Klassiker & Raritäten
Alraune

20.15 Uhr: H. R. Giger
Alien (OF)

H. R. Giger
Aliens (DF)

08 So

16.00 Uhr: Kinderkino
Karo und der Liebe Gott

Kinohighlights 2008
Das Herz ist ein dunkler Wald

Kinohighlights 2008
Le Silence de Lorna (OmU)

 

09 Mo

Keine Vorstellung

Keine Vorstellung

Keine Vorstellung

Keine Vorstellung

10 Di

 

Klassiker & Raritäten
Liebe 47

20.00 Uhr: Dokumentarfilm & Gespräch
Knowledge is the Beginning
im Gespräch: P. Smacny
mit Ulrike Schneiberg

 

11 Mi

 

Klassiker & Raritäten
Sternsteinhof

Kinohighlights 2008
Das Herz ist ein dunkler Wald

 

12 Do

 

Klassiker & Raritäten
William Shakespeare’s
A Midsummer Night’s Dream
(DF)

goEast präsentiert
Simple Things (OmU)
Einführung: Swetlana Sikora

 

         
 

Alle Termine und Filmtexte finden Sie in unserem gedruckten Programmheft, das im Museum ausliegt und postalisch an Inhaber der Kinocard und Mitglieder unserer Freundeskreise verschickt wird. Wollen auch Sie das Programmheft jeden Monat frei Haus? mehr
Online finden Sie das Programm Februar (PDF / Flash) sowie die Kinotermine im Tabellarium Februar zum Ansehen und Ausdrucken.

Mit besten Grüßen vom Museumsufer

i.A. Horst Martin