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22. bis 29. Januar 2009

     
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Liebe Leserinnen und Leser,

seit Dienstag sehen Sie unsere Sonderaustellung H.R. Giger. Kunst - Design – Film, die bis 17. Mai Arbeiten des Schweizer Malers und Skulpteur zeigt. „Wunderbar“ fand H.R. Giger die Schau beim Rundgang in dieser Woche. Uns freut das Lob des Oscar-Preisträgers, der mit seinem Design für ALIEN (1979) eines der beindruckendsten Monster der Filmgeschichte schuf. Natürlich hoffen wir, auch Ihnen einen besonderes Kunsterlebnis zu bieten.

Am heutigen Donnerstag beginnt unser Programm beim 15. Kulturfestival Africa Alive. Zur Eröffnung der Galerieausstellung (18.30 Uhr) Katanga - Schatten der Vergangenheit des kongolesischen Fotografen und Videokünstlers Sammy Baloji möchten wir Sie herzlich einladen. Als Eröffnungsfilm der umfangreichen Filmreihe zeigen wir ANDALUCIA (2007) von Regisseur Alain Gomis.

Besonders freuen wir uns auch auf Regisseur Oskar Roehler, der am kommenden Montag seinen aktuellen Kinofilm LULU & JIMI (2007-09) in der Reihe „Was tut sich – im deutschen Film?“ vorstellt und anschließend mit Kritikerin Heike-Melba Fendel (epd Film) spricht.

Information & Ticketreservierung unter: 069 - 961 220 220

www.deutschesfilmmuseum.de

 

INHALT

H.R. GIGER. Kunst – Design – Film
AFRICA ALIVE 2009 Ausstellung
AFRICA ALIVE 2009 Filmreihe
Was tut sich – im deutschen Film?
Klassiker & Raritäten
Kinderkino & kinderatelier

Neues auf filmportal.de
Kinoprogramm zum Ausdrucken
Museumspädagogik

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Online-Shop

         
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  H.R. Giger. Kunst - Design - Film   H.R. Giger. Kunst - Design - Film
Der 1940 geborene Künstler gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des „Phantastischen Realismus". Die Ausstellung präsentiert einen umfangreichen Einblick in die filmbezogenen Arbeiten von H.R. Giger. Neben zahlreichen Entwürfen und rund 35 Original-Gemälden sind auch Skulpturen wie der "Humanoid" aus SWISSMADE 2069 (Fredi M. Murer, CH 1968) und einer der "Harkonnen"- Stühle zu sehen, die Giger für das ursprünglich geplante Dune-Projekt von Regisseur Alejandro Jodorowsky entwarf. Ausgestellt sind ebenso beeindruckende dreidimensionale Filmtrick-Requisiten und Kostümteile wie Schädel und Modelle der Alien-Kreatur sowie eine transparente Büste von "Sil" aus SPECIES. mehr
Die Publikation zur Ausstellung ist an der Museumskasse und im Online-Shop erhältlich. mehr
       
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  Galerieausstellung Katanga – Schatten der Vergangenheit   AFRICA ALIVE 2009
Die Galerieausstellung Katanga – Schatten der Vergangenheit
zeigt eine Spurensuche des kongolesischen Photographen Sammy Baloji. Als Motive dienten zerfallender Industriegebäude einer Bergwerkgrube aus der belgischen Kolonialzeit. Seine Arbeit thematisiert die Ausbeutung: In die aktuellen Fotos montiert er historische Aufnahmen von Arbeitern. Die Schatten der Vergangenheit führen zu den Wurzeln heutiger Problemet. mehr
   
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  DIVIZIONZ

HEYA FAWDA Chaos

RÊVE DE POUSSIÈRE Dreams of Dust

TRACES, EMPREINTES DE FEMMES Traces, Women’s Imprints

TEZA

INDIGÈNES Days of Glory

  Traditionell bildet die Filmreihe Africa Alive – mit Vorstellungen in unserem Haus und dem Filmforum Höchst – das Herzstück des Kulturfestivals.
Der Eröffnungsfilm ANDALUCIA (2007) erzählt von Yacines, der auf der Suche nach Identität und einem Platz in der Gesellschaft rastlos durch die Straßen und Nächte von Paris streift.
Das Internationale Filmfestival von Jeonju (Südkorea) fördert jedes Jahr Kurzfilme im Rahmen des Projektes „Digital Short Films”. Unter dem Titel „Return” waren letztes Jahr erstmals afrikanische Filmemacher vertreten: Wir präsentieren Ihnen mit EXPECTATIONS (2000), THE ALPHABET OF MY MOTHER (2000) und THE BIRTHDAY (2000) eine Auswahl davon.
Produzent Adolf el Assal stellt den als No-Budget-Produktion von einem Regie-Kollektiv gedrehten  DIVIZIONZ (2007) vor: Vier jugendliche Musiker aus einem Vorort von Kampala bekommen die Möglichkeit, in einer Karaoke-Bar in der Hauptstadt aufzutreten. Auf dem Weg in die Stadt kommt ihnen jedoch ihre dringend benötigte Instrumental-CD abhanden.
Der letzte Film von Youssef Chahine rechnet mit dem ägyptischen Staat und dessen korrupten Beamten ab: HEYA FAWDA (Chaos, 2008) spielt in einem kosmopolitischen Nachbarschaftsviertel in Kairo, das von einem käuflichen Polizeioffizier mit fester Hand regiert wird. Doch ein junger Staatsanwalt setzt sich zur Wehr.
In QUESTION À LA TERRE NATALE (Questions to the Native Land, 2006) kehrt der Filmemacher Samba Félix Ndiaye nach Jahrzehnten des Exils in seine Heimat Senegal zurück. 40 Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung Senegals hat sich Dakar radikal verändert. Ndiaye besucht alte Freunde, Intellektuelle und andere Experten, die ein schonungsloses Bild der Gesellschaft zeichnen.
RÊVES DE POUSSIÈRE (Dreams of Dust, 2006) spielt in Essakane, weit oben im Norden von Burkina Faso. Dort liegt mitten in der Wüste eine Goldmine, und die Ausgestoßenen der Gesellschaft versuchen, hier ihr Glück zu machen. Auch den nigerianischen Bauern Mocktar, der durch einen Unfall seine ganze Familie verloren hat, verschlägt es an jenen Ort zwischen Hölle und Hoffnung.
Der Dokumentarfilm TRACES, EMPREINTES DE FEMMES (Traces, Women‘s Imprints, 2003) wirft einen Blick auf die Welt der Frauen in einem Dorf in Burkina Faso. Im Vorfilm R’DA (2005) wird ein altes Ritual beschrieben, das schwangeren Frauen bei der Geburt helfen soll.
In der Haile Gerima gewidmeten Werkschau zeigen wir TEZA (2008), über einen jungen Äthiopier, der in den 70er Jahren nach seinem Studium in Deutschland nach Hause reist. Doch die dortigen Machthaber schicken ihn schon bald in die DDR. Nach dem Fall des Regimes in Addis Abeba kehrt er erneut in seine Heimat zurück. Produzent Karl Baumgartner und Kameramann Mario Masini werden als Gäste erwartet.
INDIGÈNES (Days of Glory, 2006) handelt von einem Stück verdrängter Geschichte. Während des zweiten Weltkrieges rekrutiert Frankreich 130.000 Soldaten aus Afrika, die an vorderster Front für die Befreiung des „Heimatlandes” kämpfen. Exemplarisch an vier maghrebinischen Soldaten wird deren Schicksal erzählt.
Die Dokumentation EN ATTENDANT LES HOMMES (Waiting for Men, 2007) ist in Oualata, der roten Stadt am Rande Wüste Mauretaniens, angesiedelt. In einer patriarchalischen Gesellschaft, die von Traditionen und Religion geprägt ist, erzählen drei Frauen freizügig über ihre Beziehungen zu Männern. Der kurze Vorfilm MENGED (2006) zeigt einen Vater mit seinem Sohn auf ihrem Weg zum Markt in einem äthiopischen Dorf.
MEMORY BOOKS (2007) handelt von einem Projekt in Uganda, in dem HIV-infizierte Mütter Erinnerungsbücher für ihre Kinder schreiben. Dadurch setzen sie sich gemeinsam mit dem bevorstehenden Tod auseinander und finden unerwartete Stärke und Trost. Für die Dokumentation begleitete die Regisseurin Christa Graf die Protagonistinnen in ihrem Alltag. mehr

       
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  LULU & JIMI   WAS TUT SICH – IM DEUTSCHEN FILM?
Am 26. Januar präsentiert Regisseur Oskar Roehler LULU & JIMI (2007/2008), eine Hommage an David Lynch und dessen Road-Movie Wild at Heart. Seine kraftvolle und poppig-farbenfrohe Satire über die 1950er Jahre, die große Zeit des Rock’n’Roll, kommt am 22. Januar in die Kinos. Lulu (Jennifer Decker) verliebt sich zum Leidwesen ihrer bankrotten Fabrikantenfamilie in den gut aussehenden, aber mittellosen Schwarzen Jimi (Ray Fearon). Der Chauffeur Schultz (Udo Kier) und der Arzt von Oppeln (Hans-Michael Rehberg) werden darauf angesetzt, ihr Glück mit allen Mitteln zu verhindern. Nach dem Film spricht der Regisseur mit Heike-Melba Fendel von epd- film und dem Publikum. mehr
       
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  CACTUS FLOWER (Die Kaktusblüte, 1969)

Haile Gerima

Youssef Chahine

 

 

 

KLASSIKER UND RARITÄTEN
Walther Matthau und Ingrid Bergman glänzen in Gene Sacks Komödie CACTUS FLOWER (Die Kaktusblüte, 1969); Goldie Hawn erhielt für ihre Rolle im Film einen Oscar: Der heiratsunwillige Zahnarzt Julien Winston (Walter Matthau) gibt seiner jungen Freundin Toni Simmons (Goldie Hawn) gegenüber seine Sprechstundenhilfe Stephanie Dickinson (Ingrid Bergman) als Ehefrau aus.
Im Rahmen von Afrika Alive präsentieren wir aus der Werkschau zu dem Regisseur Haile Gerima:
MIRT SOS SHI AMIT (Harvest 3000 Years, 1975) entstand während der Studienzeit des Regisseurs bei einem zweiwöchigen Aufenthalt in Äthiopien und wurde mit Laiendarstellern in ampharischer Sprache kurz nach dem Sturz Haile Selassiés gedreht. Geschildert wird die Situation der äthiopischen Landbevölkerung, die seit 3000 Jahren unter den gleichen Bedingungen der Unterdrückung und Ausbeutung lebt.
BUSH MAMA (1976), die Abschlussarbeit Gerimas, handelt von dem langsam erwachenden politisches Bewusstsein einer alleinerziehenden Mutter, die in einem schwarzen Ghetto in L.A. wohnt.
Aus der Hommage an Youssef Chahine sehen Sie:
AL-MOHAGER (Der Emigrant, 1994) ist von der biblischen Geschichte des Josef inspiriert: Ram lebt mit seinen Brüdern und seinem Vater in einem unfruchtbaren Gebiet. Auf seinen Traum, nach Ägypten auszuwandern reagieren die Brüder reagieren mit Neid und verkaufen ihn als Sklaven dorthin.
EL-WADA-YA BONAPARTE
(Adieu Bonaparte, 1984) spielt im Jahr 1798 und zeigt die Anfänge des Kolonialismus in Ägypten mit dem Eindringen der Truppen Napoleons und den Übergriffen auf die Bevölkerung. General Caffarelli, ein Gelehrter (Michel Piccoli), gerät in Gewissenskonflikte und versucht, beide Seiten miteinander zu versöhnen. mehr
   
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  O GRANDE BAZAR   KINDERKINO & KINDERATELIER
Auch unser Kinderkino steht im Zeichen von Africa Alive: O GRANDE BAZAR (Der große Markt, 2006) erzählt von der Freundschaft zweier unterschiedlicher Jungen, die sich auf einem afrikanischen Markt treffen. Während der eine versucht, Geld zu verdienen, schlägt sich der andere mit kleinen Gelegenheitsdiebstählen durch. mehr
Samstag und Sonntag können bastelfreudige Besucher Trick- und Knetfilme in unserem kinderatelier drehen (jeweils von 14 bis 18 Uhr) ohne Voranmeldung. mehr
       
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  filmportal.de   filmportal.de
Neu im Kino: Das Morphus-Geheimnis
In einer rätselhaften Komposition Beethovens liegt "Das Morphus-Geheimnis" verborgen, welches im spannenden Kinderfilm von Karola Hattop für aufregende Abenteuer sorgt. mehr
Neu im Kino: Lulu & Jimi
Zwei Liebende, die gegen alle Widerstände um ihr gemeinsames Glück kämpfen – dieses klassische Thema hat Oskar Roehler für seinen neuen Film "Lulu & Jimi" gewählt. mehr
Schauspieler der Woche: Peter Lohmeyer
Mit "Das Wunder von Bern" hat Peter Lohmeyer die Hauptrolle in einem der erfolgreichsten deutschen Filme der letzten Jahre gespielt. mehr
       
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  Kinotermine im Deutschen Filmmuseum (Telefon 069 / 961 220 220)
   

 

Tagsüber

18 Uhr

20.30 Uhr

22.30 Uhr

22 Do

 

Klassiker & Raritäten
Cactus Flower
(OmU)
Einführung: Beate Dannhorn

18.30 Uhr: Africa Alive Ausstellungseröffnung
20.00 Uhr Africa Alive
Andalucia (OmeU)

 

23 Fr

14.30 Uhr Africa Alive | Kinderkino
Der große Markt (DF)

Africa Alive
Kurzfilme: Return (Jeonju Digital Project 2008), Expectations, The Birthday, The Alphabet of my Mother (OmeU)

Africa Alive
Divizionz (OmeU)
zu Gast: Adolf El Assal

Africa Alive
Chaos (OmU)

24 Sa

16.00 Uhr Africa Alive
Questions à la terre natale (OmeU)

17.30 Uhr Africa Alive | Klassiker & Raritäten
Harvest 3000 Years (OmeU)
Einführung: Natascha Gikas

Africa Alive
Rêve de poussière (OmeU)

Africa Alive
Divizionz (OmeU)

25 So

16.00 Uhr Africa Alive | Kinderkino
Der große Markt (DF)

Africa Alive
R’Da | Traces, empreintes de femmes (OmeU)

20.00 Uhr Africa Alive
Teza (OmeU)
zu Gast: Produzent Karl Baumgartner und Kameramann Mario Masini

 

26 Mo

 

17.30 Uhr Africa Alive
Chaos (OmU)

20.00 Uhr Was tut sich – im deutschen Film?
Lulu & Jimi
Oskar Roehler im Gespräch mit Heike-Melba Fendel (epd Film)

 

27 Di

 

Africa Alive | Klassiker & Raritäten
Der Emigrant (OmU)

Africa Alive
Indigènes (OmeU)

 

28 Mi

 

Africa Alive | Klassiker & Raritäten
Bush Mama (OF)

Africa Alive
Vorfilm: Menged (OmeU)
En attendant les hommes (OmeU)

 

29 Do

 

Africa Alive | Klassiker & Raritäten
El wada ya Bonaparte (OmfU)
Einführung: Felix Schürmann

Africa Alive
Memory Books – Damit du mich nie
vergisst … (OmU)

 

         
 

Alle Termine und Filmtexte finden Sie in unserem gedruckten Programmheft, das im Museum ausliegt und postalisch an Inhaber der Kinocard und Mitglieder unserer Freundeskreise verschickt wird. Wollen auch Sie das Programmheft jeden Monat frei Haus? mehr
Online finden Sie das Programm Januar (PDF / Flash) sowie die Kinotermine im Tabellarium Januar zum Ansehen und Ausdrucken.

Mit besten Grüßen vom Museumsufer

i.A. Horst Martin