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15. bis 22. Januar 2009

     
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Liebe Leserinnen und Leser,

vielleicht haben Sie das furchterregende Alien schon gesehen, das über unserer Treppe zum Kino prangt. Das Modell zu ALIEN III aus Polyester und Metall gehört zu den beeindruckenden Arbeiten des Schweizer Künstlers H.R. Giger, die unsere kommende Sonderaustellung H.R. Giger. Kunst - Design – Film zeigen wird. Hinter den Kulissen läuft der Aufbau auf Hochtouren, eine Schau des „Phantastischen Realismus“ erleben Sie ab 21. Januar.

Dem „Schwarzen Kontinent“ und der politischen „Wiederentdeckung des verlorenen Partners Afrika“ in Zeiten der Globalisierung widmet sich das Kulturfestival Africa Alive. Zum 15. Mal bietet das Organisationsteam ein vielfältiges Programm vom 20. Januar bis 7. Februar. In unserem Haus sehen Sie wie gewohnt eine Galerieausstellung und eine umfangreiche Filmreihe. Das gesamte Festival-Programm finden Sie unter www.africa-alive.de

Information & Ticketreservierung unter: 069 - 961 220 220

www.deutschesfilmmuseum.de

 

INHALT

H.R. GIGER. Kunst – Design – Film
Africa Alive 2009
Kinohighlights 2008
Hommage an Bette Davis
Sinn und Suche
Klassiker & Raritäten
Kinderkino & kinderatelier
Neues auf filmportal.de
Kinoprogramm zum Ausdrucken
Museumspädagogik

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Online-Shop

         
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  H.R. Giger. Kunst - Design - Film   H.R. Giger. Kunst - Design - Film
H.R. Giger ist einer der bedeutendsten Vertreter des „Phantastischen Realismus", die Ausstellung präsentiert einen umfangreichen Einblick in seine filmbezogenen Arbeiten. Die berühmteste Kreation von H.R. Giger ist das ALIEN für Ridley Scotts gleichnamigen Filmklassiker (USA 1979). Designs für POLTERGEIST II (Brian Gibson, USA 1986) und SPECIES (Roger Donaldson, USA 1995) festigten seinen Ruhm und machten ihn zu einer Leitfigur im Science-Fiction- und Horror-Genre. mehr
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation, die an der Museumskasse oder im OnlineShop erhältlich ist.
       
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  Galerieausstellung Katanga – Schatten der Vergangenheit   AFRICA ALIVE 2009
Die Galerieausstellung Katanga – Schatten der Vergangenheit des jungen kongolesischen Künstlers Sammy Baloji zeigt Photographien zerfallender Industrieanlagen auf dem Gelände der Bergwerkgrube „Gècamines“ in der Provinz Katanga, dem industriellen Herzen während der belgischen Kolonialzeit. Mit diesen Fotos und seinem Film MEMOIRE macht der engagierte Künstler die Schatten der Vergangenheit sichtbar und verdeutlicht die Wurzeln der heutigen Misere. mehr
Aktuelle Produktionen, eine Hommage an Youssef Chahine und eine Werkschau des Filmschaffenden Haile Gerima zeigt unser Filmprogramm im Rahmen von Africa Alive (weitere Vorstellungen im Filmforum Höchst). Der Eröffnungsfilm ANDALUCIA (2007) beschäftigt sich mit Migration und der Suche nach Identität und einem Platz in der Gesellschaft. Im Zentrum steht Yacine (beeindruckend gespielt von Samir Guesmi), der in einem Wohnwagen wohnt, sich auf keinen festen Job oder eine Beziehung einlassen möchte und ruhe- und rastlos durch die nächtlichen Straßen von Paris streift. mehr
   
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  I’M NOT THERE (2007)

HAPPY-GO-LUCKY

  Kinohighlights 2008
Noch bis Februar präsentieren wir eine Zusammenstellung herausragender Filme des vergangenen Jahres. I’M NOT THERE (2007) zeichnet Stationen der Karriere von Bob Dylan nach. Todd Haynes' eigenwillige und kongeniale filmische Biografie erweist sich ebenso facettenreich und widersprüchlich wie die der Folk- und Rock-Ikone selbst, dabei wird Dylan von Christian Bale, Marcus Carl Franklin, Heath Ledger, Richard Gere, Ben Whishaw und Cate Blanchett gespielt.
Mike Leigh, der für Filme in der Tradition des englischen Sozialrealismus bekannt ist, drehte mit HAPPY-GO-LUCKY (2008) einen überraschend heiteren Film. Für ihre wunderbare Darstellung einer hemmungslos lebensfrohen Lehrerin wurde Energiebündel Sally Hawkins zu Recht mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet.
Ole Christian Madsens Drama FLAMMEN & CITRONEN (Tage des Zorns, 2008), brach in Dänemark alle Zuschauerrekorde. Die dänischen Widerstandskämpfer Flamme (Thure Lindhardt) und Citron (Mads Mikkelsen) liquidieren aus Vaterlandsliebe Kollaborateure der deutschen Besatzungstruppen. Als ein Anschlag misslingt und sie Flammes mysteriöse Geliebte liquidieren sollen, kommen ihnen ernsthafte Zweifel an ihrer Mission. mehr
       
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  THE WHALES OF AUGUST   HOMMAGE AN BETTE DAVIS
In Robert Aldrichs Thriller HUSH … HUSH, SWEET CHARLOTTE (1964) waren Bette Davis und Olivia de Havilland erstmals nach langer Zeit wieder gemeinsam zu sehen. Charlotte (Bette Davis), die vor Jahrzehnten ihren Liebhaber durch einen Mord verloren hat, lebt langsam dem Wahnsinn verfallend in ihrem Landhaus in Louisiana. Mit dem Besuch ihrer Cousine beginnt ein doppeltes Spiel um Leben und Tod.
In den 1950er Jahren leben zwei altgewordene Schwestern zusammen in einem Haus an der Küste von Maine. Die eine (Lillian Gish) kümmert sich geduldig um die erblindete und verbitterte andere (Bette Davis). THE WHALES OF AUGUST (1987) wirft darin einen sanften, liebevollen Blick auf das Leben alter Menschen. In den Gesichtern der großartigen Schauspieler spiegeln sich viele Jahrzehnte erlebter Filmgeschichte. mehr
       
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  BEN X (2007)

 

 

SINN UND SUCHE
BEN X (2007), Nic Balthazars Verfilmung eines belgischen Erfolgsromans und Bühnenstücks, gehört zu den interessantesten Kinostarts des Jahres 2007. Der an autistischen Störungen leidende, 17-jährige Ben versucht seinen realen Peinigern durch Fluchten in eine Cyber- Kampfwelt zu entkommen. Nicht nur in der Handlung, sondern auch in der Filmsprache vermengen sich Realität und computergenerierte, virtuelle Welten. Eine Einführung in den Film hält Dr. Ilona Nord (Münster). mehr
       
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  LA PASSION DE JEANNE D’ARC Die Passion der Jungfrau von Orléans

KES

CACTUS FLOWER Kaktusblüte

 

 

 

KLASSIKER UND RARITÄTEN
In Peter Weirs Mediensatire THE TRUMAN SHOW (1998) ist Versicherungsvertreter Truman Burbank (Jim Carrey) – ohne es zu ahnen – der Star einer erfolgreichen TV-Show, die täglich 24 Stunden live in 120 Länder gesendet wird. Alles ist perfekt inszeniert: Seine Heimatstadt ist ein Filmstudio, die Bewohner sind Schauspieler. Als zufällig ein defekter Scheinwerfer vom Himmel fällt, beginnt Truman misstrauisch zu werden...
LA PASSION DE JEANNE D’ARC (Die Passion der Jeanne d’Arc, 1928) basiert auf dem authentisch Fall aus dem 15. Jahrhundert. In der Schilderung von Gerichtsverhandlung, Aburteilung und Hinrichtung der Jeanne d’Arc (Maria Renée Falconetti) arbeitete der Stummfilm-Klassiker mit Großaufnahmen und sparsamen Kamerabewegungen.
Victor Hugos Romanvorlage ist mehrfach verfilmt worden, doch gilt William Dieterles THE HUNCHBACK OF NOTRE DAME (Der Glöckner von Notre Dame, 1939), bis heute als die beste. In eindringlichen expressionistischen Schwarzweißbildern und mit grandiosen Darstellern besetzt, wird die historische Atmosphäre getreu der literarischen Vorlage um den missgestalteten und verachtete Glöckner Quasimodo (Charles Laughton) und die junge und schöne Zigeunerin Esmeralda (Maureen O’Hara) eingefangen.
Ken Loachs Drama KES (1969) besticht durch seine präzise Schilderung des englischen Arbeitermilieus. Das perspektivlose Leben eines 14-jährigen bekommt einen Sinn, als er einen wilden Falken als Freund findet, der ihn die Trostlosigkeit seines ärmlichen Umfelds besser ertragen lässt.
Um sich nicht binden zu müssen, gibt der heiratsunwillige Zahnarzt Julien Winston (Walter Matthau) in Gene Sack`s Komödie CACTUS FLOWER (Die Kaktusblüte, 1969) seiner jungen Freundin Toni Simmons (Goldie Hawn) gegenüber seine langjährige Sprechstundenhilfe Stephanie Dickinson (Ingrid Bergman) als Ehefrau aus. Um jene am Ende doch zu heiraten... mehr
   
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  DAS KLEINE GESPENST (1990-1992)   KINDERKINO & KINDERATELIER
Der Trickfilmzeichner Curt Linda verhalf dem Kinderbuchklassiker von Ottfried Preußler zu Leben in bewegten Bildern mit seinem Zeichentrickfilm DAS KLEINE GESPENST (1990-1992). In ruhigem Erzählfluss, subtil-pädagogisch und ausgesprochen kindgerecht, wird die Geschichte eines kleinen Nachtgespenstes erzählt, dessen größter Wunsch es ist, einmal bei Tag spuken zu können. mehr
Samstag und Sonntag können bastelfreudige Besucher selbst Trick- und Knetfilme im Kinderatelier drehen (jeweils von 14 bis 18 Uhr) ohne Voranmeldung. mehr
       
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  filmportal.de   filmportal.de
Neu im Kino: Die dünnen Mädchen
Bulimie und andere Essstörungen sind trotz ihrer weiten Verbreitung noch immer gesellschaftliche Tabuthemen, nicht nur in Deutschland. Umso beeindruckender ist daher der Mut der jungen Frauen in dem Dokumentarfilm "Die dünnen Mädchen" über ihre Krankheit zu sprechen. mehr
Neu auf DVD: Bübchen
In den 1970er Jahren hat Roland Klick mit Filmen wie "Deadlock" oder "Supermarkt" das deutsche Genrekino neu definiert. Zu seinen besten Arbeiten zählt aber auch sein Kinodebüt "Bübchen". mehr
Schauspielerin der Woche: Meret Becker
Der Begriff Multitalent klingt oft beliebig, aber im Fall von Meret Becker trifft er zu. mehr
       
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  Kinotermine im Deutschen Filmmuseum (Telefon 069 / 961 220 220)
   

 

Tagsüber

18 Uhr

20.30 Uhr

22.30 Uhr

15 Do

 

Klassiker & Raritäten
THE TRUMAN SHOW
(OmU)
Einführung.: Michael Schurig

20.00 Uhr: Sinn und Suche
BEN X
(OmU)
Referentin: PD Dr. Ilona Nord (Münster)

 

16 Fr

14.30 Uhr Kinderkino
Das kleine Gespenst (DF)

Hommage an Bette Davis
Hush ... Hush, Sweet Charlotte (OF)

Klassiker & Raritäten
La Passion de Jeanne D’Arc
Klavierbegleitung: Ulrich Rügner, Einführung: Martin Urban

22.00 Uhr Kinohighlights 2008
I’m not There (OmU)

17 Sa

16.00 Uhr Hommage an Bette Davis
The Whales of August (OmU)

Klassiker & Raritäten
The Hunchback of Notre Dame (OF)

20.00 Uhr Kinohighlights 2008
I’m Not There (OmU)

 

18 So

16.00 Uhr Kinderkino
Das kleine Gespenst (DF)

Kinohighlights 2008
Happy-Go-Lucky (OmU)

Kinohighlights 2008
Flammen & Citronen (DF)

 

19 Mo

Keine Vorstellung

Keine Vorstellung

Keine Vorstellung

Keine Vorstellung

20 Di

 

19.00 Uhr: Ausstellungseröffnung
H.R. Giger: Kunst – Design - Film
In Anwesenheit des Künstlers

 

 

21 Mi

 

Klassiker & Raritäten
Kes (OF)

Hommage an Bette Davis
The Whales of August (OmU)

 

22 Do

 

Klassiker & Raritäten
Cactus Flower
(OmU)
Einführung: Beate Dannhorn

18.30 Uhr: Africa Alive Ausstellungseröffnung
20.00 Uhr Africa Alive
Andalucia (OmeU)
zu Gast: Alain Gomis

 

         
 

Alle Termine und Filmtexte finden Sie in unserem gedruckten Programmheft, das im Museum ausliegt und postalisch an Inhaber der Kinocard und Mitglieder unserer Freundeskreise verschickt wird. Wollen auch Sie das Programmheft jeden Monat frei Haus? mehr
Online finden Sie das Programm Januar (PDF / Flash) sowie die Kinotermine im Tabellarium Januar zum Ansehen und Ausdrucken.

Mit besten Grüßen vom Museumsufer

i.A. Horst Martin